Kein Schaden erkennbar

Künstliche Befruchtung erfolglos - Klage auch

München - Eine Münchnerin dürfte vergeblich auf Schadenersatz und Schmerzensgeld für eine erfolglose künstliche Befruchtung hoffen. Ein Schaden sei nicht erkennbar.

 „Sie haben keine Erfolgsaussichten“, sagte die Vorsitzende des Medizinsenats am Oberlandesgericht München nach vorläufiger Einschätzung des Falles am Donnerstag. Ein Schaden sei nicht erkennbar. Die bereits in erster Instanz gescheiterte Anwältin bestand dennoch auf einem Urteil. Das Gericht will es am 19. Dezember verkünden. Die Ärzte, von denen sich die damals 40-jährige die Erfüllung ihres Kinderwunsches erhoffte, fordern von ihr das vereinbarte Honorar für eine künstliche Befruchtung.

Die Patientin hingegen macht geltend, entgegen vertraglicher Verpflichtung hätten die Mediziner die nicht benötigten Eizellen nicht eingefroren. Einer der Ärzte hielt dem entgegen, sie hätten sich nicht mehr weiterentwickelt, das Einfrieren sei laut Gesetz nicht mehr zulässig gewesen. „Wo ist Ihr Schaden?“ fragte die Vorsitzende die ehemalige Patientin und warnte sie: „Die Beweislast liegt bei Ihnen, dass Sie mit Hilfe der eingefrorenen Eizellen ein Kind bekommen hätten.“

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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