Neue Idee für den Sommer

Kultur und Bier am Neptunbrunnen: Parkcafé-Wirt will Gastro-Nutzung im Alten Botanischen Garten

Der Wirt des Parkcafés Christian Lehner sitzt auf einem Stuhl am Neptunbrunnen.
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Ginge es nach ihm, soll im Alten Botanischen Garten ein temporärer Biergarten einziehen: Parkcafé-Wirt Christian Lehner vor dem Neptunbrunnen.

Der Wirt des Parkcafés Christian Lehner will den Alten Botanischen Garten beleben. Dazu will er einen Pop-up-Biergarten errichten. Geplant sind mehrere Erlebnisse - und die Genehmigung.

München - Dass ein Pionier Kampfgeist haben muss, weiß Christian Lehner spätestens seit 2014. Da hat sich der Parkcafe-Wirt lange mit den Behörden abgemüht, bis er endlich eine Almhütte im Biergarten aufstellen durfte. Heute betreiben etliche Münchner Gastronome* solche Winter-Locations. Für den zweiten Corona-Sommer hat er nun wieder eine Idee: Er will einen Pop-up-Kulturbiergarten am Neptunbrunnen errichten. Am liebsten schon Mitte des Monats und bis September – die Genehmigung steht allerdings noch aus.

Vergangenes Jahr durfte Christian Lehner ausnahmsweise sieben zusätzliche Tische in der Wiese vor dem Biergarten aufstellen – als Corona-Hilfe in der Not. „Wir Biergartenwirte haben ja keine Schanigärten*.“ Heuer aber war dies nicht möglich. Und da vor seiner Haustür im Alten Botanischen Garten eine große Fläche leer steht, während an anderen Orten der Sommer in der Stadt einzieht, war die Vision da.

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Der Plan: Auf dem Platz soll es keine Einzäunung geben – die Gäste sollen sich dort frei fühlen. Auch Biertische sind nicht vorgesehen. Es soll nur wechselnde Essen-Standl geben und die Gäste können sich auf den Stufen und Bänken rund um den Brunnen locker verteilen. Das Essen soll von befreundeten Gastronomen kommen, Lehner selbst stellt Strom, Toiletten und zusammen mit Hofbräu die Getränke. Zusätzlich will Christian Lehner dort das Kulturprogramm der Stadt unter anderem mit Live-Musik-Auftritten unterstützen, interessiert sind offenbar unter anderem die Hochschule für Musik und Theater sowie der Kulturverein Gipsy Swing München. Der Kultur-Biergarten soll sich ausschließlich auf dem bepflasterten Bereich beschränken.

Und wie stehen die Chancen? „Verschiedene Stadtpolitiker aller Parteien haben mir mitgeteilt, dass sie die Idee unterstützen würden“, sagt Christian Lehner. Dass das Kreisverwaltungsreferat, bei dem er sein erstes Konzept bereits vor über einem Monat eingereicht hat, sorgfältig prüfen muss, verstehe er. „So etwas ähnliches gibt es ja bereits im Nußbaumpark. Aber trotzdem schafft die Stadt mit solch einer Genehmigung natürlich einen Präzedenzfall.“

Lehner hofft auf eine Entscheidung in dieser Woche. Daraus wird aber wohl nichts. Beim KVR hieß es auf Anfrage: Theoretisch könne dieses Vorhaben nur als temporäre, kulturelle Veranstaltung genehmigt werden. Sollten die noch fehlenden Antragsunterlagen eingehen, werde das KVR „diese wie üblich unter Einbindung aller Fachdienststellen ergebnisoffen prüfen.“ *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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