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Die Demonstration der Menschlichkeit

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Unter dem Motto «Nimm Dein Herz in die Hand» soll für Zivilcourage geworben werden. © dpa

München - Minus fünf Grad Minus auf dem Odeonslatz, doch den 3000 Menschen, die gekommen sind, ist das egal. Sie wollen zeigen: Wir sind solidarisch mit dem Mordopfer Dominik Brunner.

Brunner, der sich in der S-Bahn schützend vor Kinder gestellt hatte, als zwei Schläger angreifen wollten. bezahlte seinen Mut mit dem Leben. Schweigend verfolgt sein Vater Oskar die Kundgebung, zu der auch Ministerpräsident Horst Seehofer, FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß und OB Christian Ude gekommen sind. „Das Vermächtnis von Dominik Brunner heißt ganz klar: Man muss sich einmischen und darf nicht wegschauen“, so Ude. Seehofer mahnt: „Eine Gesellschaft muss zusammenstehen und darf sich nicht mit Brutalität abfinden.“ Hoeneß zeigt sich gerührt: „Ich bin doch überrascht, wieviele Menschen gekommen sind. Aber das zeigt, wie sehr die Menschen dieser Vorfall bewegt hat.“ Auch die Bayern-Stars Miroslav Klose, Thomas Müller, Holger Badstuber und Sportmanager Christian Nerlinger sind da. Und die Sportfreunde Stiller singen: „Ein kleiner Schritt für uns, ein großer für die Menschlichkeit.“

Zu der Demonstration unter dem Motto „Nimm Dein Herz in die Hand“ hatten die Initiative „Münchner Courage“ und die Dominik-Brunner-Stiftung für Zivilcourage aufgerufen. Beide waren nach Brunners Tod ins Leben gerufen worden und treten für ein mutiges Engagement gegen Gewalt nach seinem Vorbild ein.

We./Jj.

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