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Münchner Muslime & Vertreter der Kirchen

Kundgebung in München: "Die Angst darf uns nicht bestimmen!"

München - "Steh auf gegen Hass und Gewalt" war das Motto, unter dem Münchner Muslime am Freitag zur Kundgebung riefen. Trotz strömenden Regens waren gut 500 Teilnehmer der Einladung gefolgt - nur der Marsch fiel aus.  

Gut 300 Menschen folgten dem Aufruf und kamen zum Geschwister-Scholl-Platz.

Initiiert worden war die Aktion unmittelbar nach den Terroranschlägen von Paris durch Imam Benjamin Idriz und seinem Münchner Forum für Islam (MFI). „Steh auf gegen Hass und Gewalt!“, hat er die Kundgebung genannt. Außerdem mit dabei - auch das ist Idriz wichtig – waren auch Vertreter der Landeshauptstadt und der Kirchen.

Vor der Universität kamen hunderte Muslime und weitere Teilnehmer zusammen, die seinem Aufruf gefolgt sind - und dass trotz wahrhaft schlechtem Wetter. Die Stimmung war ernst und ruhig. Kaum jemand hatte Plakate oder Transparente dabei. Der eigentlich geplante Schweigemarsch durch die Innenstadt wurde dann wegen des strömenden Regens abgesagt.

In seiner Rede zum Auftakt der Veranstaltung sagte der Imam: "„Die Angst darf unser Leben nicht bestimmen.“ Er forderte „mehr Mut, mehr Tatkraft“. „Wir wehren uns dagegen, dass der Hass aus anderen Regionen der Welt hierher gebracht werden soll, und arbeiten für ein friedliches Miteinander in Europa, in Deutschland.“ Und, betonte Idriz, „in München, wo wir zu Hause sind.“

Imam Idriz sagte: „Diese unmenschliche Tat zeigt, dass wir Menschen aufstehen müssen, noch lauter und deutlicher über die Menschlichkeit des Islams sprechen und allen, die diese Werte zerstören, zu widersprechen.“ Außerdem sagte er, die „humanen Werte“ des Islams seien „der beste Schutz gegen Radikalisierung, vor allem der heranwachenden jungen Menschen.“ 

Diesen Aspekt betonte auch Alt-Oberbürgermeister Christian Ude, nach seinem Bühnen-Sturz auf Krücken erschienen, in seiner Rede. Die Demonstration der Münchner Muslime sei einerseits ein „wichtiges Signal für die Mehrheitsgesellschaft“, sagte er. Aber eben auch „an die Jugend, damit sie nicht den Islamisten auf den Leim geht“. Es gehe auch darum, dem Terrorismus „den Nachwuchs zu entziehen“. Die Taten würden schließlich nicht „von einzelnen Verrückten“ begangen. „Sie bekommen dafür von Islamisten viel Beifall.“

CSU-Stadtrat Marian Offman von der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) war am Freitag ebenfalls unter den Rednern. Er unterstrich, wie heilig das menschliche Leben sowohl im Judentum als auch im Islam sei. „Im Koran steht: Wer ein unschuldiges Leben tötet, tötet die ganze Menschheit.“ Den Muslimen in der Stadt sagte er Solidarität zu. „München kann unterscheiden“, sagte Offman. „Zwischen dem Islam der IS und dem Islam, der hier schon seit Jahrzehnten von friedlichen Menschen gelebt wird.“

Bilder vom Donnerstag: 600 Münchner gedenken der Opfer in Paris

600 Münchner gedenken der Opfer des Pariser Terroranschlags

Rubriklistenbild: © Fussek

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