Gegen Hass und Gewalt

Kundgebung in München: Muslime wollen ein Zeichen setzen

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Am Geschwister-Scholl-Platz beginnt am Freitag die Kundgebung unter dem Motto "Steh auf gegen Hass und Gewalt".

München - Münchner Muslime wollen ein Zeichen setzen – und werden dabei von sehr vielen Nicht-Muslimen unterstützt. Am heutigen Freitag um 16.30 Uhr beginnt am Geschwister-Scholl-Platz eine Kundgebung unter dem Motto „Steh auf gegen Hass und Gewalt“.

Anschließend soll es einen Schweigemarsch quer durch die Innenstadt geben. Initiiert wurde die Demonstration vom „Münchner Forum für Islam“ rund um Benjamin Idriz. Aufgerufen haben dazu aber auch etliche weitere islamische Gemeinden.

„Wir Muslime müssen uns leider immer wieder von diesen wahnsinnigen Menschen distanzieren“, hatte Idriz dieser Tage gesagt. „Wir müssen auf die Straße gehen und noch lauter die Botschaft senden, dass der Islam eine friedliche Religion ist.“ So sehen es offenbar viele. Idriz hat 15 islamische Gemeinden zur Unterstützung gewonnen. Er hofft, dass viele Muslime nach dem Freitagsgebet aus den Gebetsräumen zum Geschwister-Scholl-Platz vor die Universität kommen.

Lesen Sie hier einen Kommentar zum Thema: "Muslime, die die richtige Antwort geben"

Dort treten viele prominente Redner auf, etwa Alt-OB Christian Ude, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, Erzpriester Apostolos Malamoussis und CSU-Stadtrat Marian Offman von der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG). Anschließend soll es einen Schweigemarsch geben. Die Route verläuft vom Geschwister-Scholl-Platz über die Ludwigstraße, den Marienplatz und den Rindermarkt bis in die Hotterstraße, wo das Münchner Forum für Islam seine Büroräume hat. Angemeldet ist die Demonstration für 2000 Teilnehmer. Die Polizei stellt sich nach eigenen Angaben auf eine „normale Begleitung einer Demonstration“ ein – schwere Schutzkleidung sei nicht vorgesehen.

Den Bericht sowie ein Video der Kundgebung finden Sie hier.

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