Kunstmesse kehrt zurück an die Isar

München - „Servus München – Die Stroke ist wieder da“. So meldeten sich am Dienstag die Brüder Marco und Raiko Schwalbe nach einjähriger Abstinenz in München zurück.

Stroke, das ist eine urbane Kunstmesse, „die erste weltweit“, wie Marco betont, mittlerweile aber auch eine Marke, die von den beiden Galeristen gepflegt und aufgebaut wird.

Noch vor fünf Jahren hatten die Geschwister eine Galerie in Berlin, „eine von 650 damals, heute sind es wahrscheinlich mehr. Es gibt keinen Tag, an dem du nicht unter einem Dutzend Vernissagen auswählen kannst, und wenn da mal 100 Gäste kommen, ist das schon ein Mega-Erfolg“, erinnert sich Raiko, der schon seit zehn Jahren auch in München einen Wohnsitz hat. „Lass uns mal nach München gehen“, forderte er seinen Bruder auf. Sie organisierten eine Ausstellung – und hatten auf einen Schlag 1500 Besucher.

Die Schwalbes leckten Blut, im Oktober 2009 hielten sie ihre erste „Stroke.Artfair“ ab, damals in der gerade abgewickelten BMW-Niederlassung an der Dachauer Straße. Gut vernetzt vermieteten sie Stände, wie bei einer gewöhnlichen Messe, an befreundete Galerien und Künstler, die ihre Werke vier Tage lang präsentieren konnten. Voraussetzung: Sie müssen irgendwas mit „ Urban Art“ zu tun haben, ein Kunststil, der eine Beziehung zum städtischen urbanen Leben hat, Graffiti gehört dazu, Skatboards statt Leinwand als Untergrund, Schablonen, Grafiken. „Die Resonanz war überwältigend, wir hatten 7500 Interessierte, auch die Galerien waren happy“, erinnert sich Marco Schwalbe an Stroke 0.1.

Vor einem Jahr im Herbst folgte die Expansion nach Berlin, dazu die Gründung des Musik-Labels „Stroke.Music“ und der handlicheren Messe-Ausgabe „Stroke.Edition“, die 2011 auf Tour gehen soll. Und die nächste Stroke.Artfair ist vom 26. bis 29. Mai in Wolfgang Nöths Zenith-Halle an in der Lilienthalallee.

Thomas Oßwald

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