vom 25. Oktober bis zum 1. November

Die Kunst-Messe München im Postpalast feiert 60. Jubiläum

Alexander Koester (1864-1932): Enten im Teich, Öl/Lw, 46,5x73 cm, signiert.

Der Kunstmarkt boomt. Trotz eines verschärften internationalen Wettbewerbs hat sich die Kunst-Messe München, die sich um Kunst und Kultur bemüht und weniger um Hedgefonds, gut behauptet.

Die Lage auf dem internationalen Kunstmarkt ist bestens. 2014 war das Rekordjahr schlechthin. Auch die alte Kunst, nicht nur die Crème de la crème jenseits der finanziellen Möglichkeiten der meisten Kenner und Sammler, findet zunehmend Freunde. Im Hauptbereich des Marktes ist das Angebot recht solide. Und bei den Alten Meistern finden sehr viel interessante Transaktionen nicht bei den eher lieblos agierenden Zuschlägern und Hammerschwingern getätigt, sondern im engagierten Handel und auf den Schaufenstern des Handels, den Kunst- und Antiquitätenmessen. Bei der Kunst-Messe München im Postpalast - dieses Jahr vom 25. Oktober bis zum 1. November - macht sich ein Trend bemerkbar, der auch auf der Nr. 1 der Messen, der Doppelspitze aus Tefaf Maastricht und der Biennale des Antiquaires in Paris, zu verfolgen ist: Hin zur Universalmesse, also ein Angebot von der Antike bis zum Zeitgenössischen. Der Sammler von heute, der sich nicht nur aus Investitionsgründen am Markt beteiligt, weiß über den inneren Zusammenhang der Künste aller Epochen durchaus Bescheid. Und will das auch in den Messen reflektiert sehen.

Hier gibt's weitere Infos zur Kunst-Messe München

Internationaler Kunstmarkt so stark wie nie

Warhol, Mao, zu sehen auf der 60. Kunst-Messe bei Hartinger, Wien.

Nach einer maßgeblichen Studie der TEFAF (The European Fine Art Foundation, Ausrichter der TEFAF-Messe in Maastricht) ist der internationale Kunstmarkt zur Zeit wieder so stark wie vor der Finanzkrise im Jahre 2008. Die Verkäufe im Bereich Kunst einschließlich der Antiquitäten haben 2014 etwa 51 Milliarden betragen, davon etwa 14 Milliarden Euro nur auf öffentlichen Auktionen. Diese Markterholung ist allerdings nicht gleichmäßig verteilt. Auf die USA entfallen 38 Prozent des Weltmarktes, China, das 2012 die Führungsposition an die USA zurückgab, um sie 2014 wieder zurückzuerlangen, ist um 2,0 Prozent gewachsen und liegt bei 24 Prozent. Die EU insgesamt hält einen Marktanteil von 32 Prozent. Die treibende Kraft hinter dem Markt ist,  nicht die Erhöhung der Zahl der Transaktionen sondern die höheren Preise der einzelnen Verkäufe. Das bedeutet, dass durchaus in Kunst investiert wird.

Kunst-Messe München: Deutschlands traditionsreichste Messe für Kunst und Antiquitäten

Die Versorgungslage bei der Alten Kunst zeigt sich eher knapp, so dass sich dort das Geschehen stark auf die Zeichnungen verlagert hat. Seit 2003 hat's da eine Umsatzzunahme um 1900 Prozent. Altmeisterzeichnungen sind sogar ein ertragreicherer Markt als die Gemälde. Mit fast 583 Mio. Dollar Verkaufserlösen (57 Prozent des Altmeister-Marktes) übertrifft er die 405 Mio. Dollar der Gemälde deutlich. Im Vergleich zu 2003 stieg die Zahl der angebotenen Lose bei Alten Meistern um 8000, bei Zeitgenossen um 40.400 und bei Nachkriegskunst um fast 60.000. In der Moderne gab es erstaunliche 77.000 Werke mehr: der Markt ist also wachsend und dynamisch.

Aus dem Angebot der 60. Kunst-Messe München

Die Kunst-Messe München findet dieses Jahr zum 60. Mal statt

Mit einem Geschäftsvolumen von 5,7 Mrd. Dollar bildet die Moderne Kunst die Grundfeste des internationalen Kunstmarkts. Deshalb taucht die Moderne auch auf den großen internationalen Kunstmessen auf, einschließlich der Kunst- und Antiquitätenmessen, da macht die Kunst-Messe München im Postpalast keine Ausnahme. Dazu kommt die wachsende Fotografie, die ihr Volumen innerhalb von zehn Jahren verdoppeln konnte und von 20 Mio. auf 40 Mio. Dollar wuchs. Die diesjährige Tefaf hatte sogar erstmalig eine eigene Abteilung dafür! Im dichten Marktsegment der Moderne (mehr als 178.000 versteigerte Lose im Jahr 2013), erreichen nur wenige Werke Preise in Millionenhöhe (nur 0,3 Prozent des Marktes). Das Herz schlägt hier in der erschwinglicheren Preisklasse von unterhalb der Schwelle von 5.000 Dollar, was 70 Prozent der Werke betrifft. Das sind auch sehr oft Grafiken. Unter den Künstlern, deren Oeuvre auch Grafiken enthält, finden sich Picasso, Monet, Renoir, Miró oder Kandinsky wieder, sichere Werte, die auch auf den Messen immer wieder mit Spitzenwerken vertreten sind.

Die Zeichen stehen weiter auf Erfolg und Expansion

Die 60. Kunst-Messe München findet vom 25. Oktober bis zum 1. November im Postpalast statt. Weitere Infos: www.kunstmesse-muenchen.com

Wenn, wie derzeit, die Finanzmärkte unter dem Aspekt des "Return on Investment" (Ertrag) uninteressant sind, wird das dem Kunstmarkt mit seinen Sachwertanlagen nützen, denn das ist ein in Investment, dass sich mit ästhetischen Genuss, und, nicht zuletzt, auch mit Sozialprestige paart. Und das gute Gefühl gibt, an der gelebten Kulturtradition Teil zu haben.

Von Gerhard Charles Rump

Tickets für die Kunst-Messe München im Postpalast zu gewinnen

Sie wollen sich auf der Kunst-Messe im Postpalast von den ausgestellten Kunstwerken und Antiquitäten verzaubern lassen? Dann nehmen Sie einfach an unserem Gewinnspiel teil und mit etwas Glück gehören Sie zu den glücklichen Gewinnern. Verlost werden 100 Eintrittskarten für jeweils zwei Personen. Und so geht's: Einfach das Formular ausfüllen und absenden. Sie werden benachrichtigt wenn Sie gewonnen haben. Die Karten können dann im Pressehaus Bayerstraße in der Paul-Heyse-Straße 2-4 abgeholt werden. Viel Glück!

Das Gewinnspiel ist leider beendet.

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