Brutale Attacke am Optimol-Gelände

Schläger rammt Mann Messer in den Rücken

München - Messerstecherei auf dem Optimolgelände: Fünf Schläger haben am Mittwoch zwei junge Männer brutal attackiert und einem 19-Jährigen ein Messer in den Rücken gerammt.

Wie die Münchner Polizei berichtet, hatten ein 19- und ein 22-Jähriger das Areal des Optimolgeländes, wo sie mehrere Stunden in einer Discothek verbracht hatten, gegen 3 Uhr verlassen, um nach Hause zu fahren.

Auf einem Parkplatz in der Nähe trafen sie auf fünf junge Männer, die sie nach dem Weg zum Ostbahnhof fragten. Daraufhin gingen vermutlich drei Personen aus der Fünfergruppe unvermittelt sofort auf den 22-Jährigen los und schlugen mit den Fäusten auf ihn ein. Daraufhin lief dessen Begleiter weg, um Hilfe zu holen. Ihm folgten drei Personen aus der Gruppe.

Einer von den Dreien stach im Laufen den flüchtenden 19-Jährigen von hinten mit einem Messer wuchtig in den Rücken und brachte ihn zu Fall. Der am Boden liegende Verletzte wurde daraufhin von seinen drei Verfolgern noch mehrfach mit Fußtritten und Faustschlägen traktiert. Es gelang ihm, sich noch einmal aufzurappeln und weiterzulaufen, bis er am Rande des beleuchteten Optimolgeländes erneut zusammenbrach.

Nun wurden drei Angehörige des Sicherheitsdienstes auf die Situation aufmerksam und eilten dem Verletzten zu Hilfe. Es gelang den Sicherheitskräften, zwei der Tatverdächtigen zu überwätigen und vorläufig festzunehmen. Der dritte mutmaßliche Beteiligte entkam zunächst.

Bemerkenswerter Weise griff dieser Täter nach wenigen hundert Metern seiner Flucht zwei weitere Passanten an, die zufällig des Weges kamen und schlug auf diese mit Fäusten ein, ehe er seine Flucht fortsetzte.

Einer der Ordner hatte noch kurz vor der Festnahme eines der Tatverdächtigen beobachten können, wie dieser ein Messer in ein Gebüsch warf. Das Messer - möglicherweise das Tatmesser - konnte sichergestellt werden. Der verletzte 19-Jährige wurde ins Krankenhaus eingeliefert und notoperiert. Durch den tiefgehenden Stich wurde die Lunge verletzt und es kam zu einem starken Blutverlust. Mittlerweile besteht keine Lebensgefahr mehr.

Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen. Die mutmaßlichen weiteren Beteiligten aus der Fünfergruppe konnten noch am 03.10.2012 festgenommen werden. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit, gegen welche der Tatverdächtigen Haftbefehl beantragt wird.

Rubriklistenbild: © Oliver Bodmer

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