Im engsten Kreis

Gurlitt mit seinen Lieblingsbildern beigesetzt

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Neben seinen Eltern Hildebrand und Helene Gurlitt wurde nun auch Cornelius Gurlitt bestattet.

Düsseldorf/München - Kunstsammler Cornelius Gurlitt ist am Montag in Düsseldorf beigesetzt worden. Sein Großcousin hat ihm angeblich seine Lieblingsbilder mit ins Grab gegeben.

Sein Sprecher Stephan Holzinger teilte auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit, dass Cornelius Gurlitt am Montag in Düsseldorf im Grab seiner Eltern beigesetzt worden ist. Die Beisetzung habe am Montagmittag im engsten Kreis stattgefunden. Nur Gurlitts wenige Verwandte und das „Team Gurlitt“ - sein Betreuer, seine Anwälte und sein Sprecher - seien bei der Beerdigung auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof anwesend gewesen.

Auch sein Großcousin Ekkehard Gurlitt war dabei und warf laut bild.de elf Drucke von Gurlitts Lieblingsbildern mit ins Grab - darunter Max Liebermanns "Der Reiter am Strand" und Bilder von Matisse und Chagall. Ekkehard Gurlitt hatte neulich daran gezweifelt, ob es tatsächlich der letzte Wille des Verstorbenen war, dass das Berner Museum seine Sammlung erbe.

Gurlitt war am 6. Mai nach langer Krankheit im Alter von 81 Jahren in München gestorben. Der Fund eines millionenschweren Bilderschatzes bei ihm hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt.

Was mit seinem Erbe, den Kunstsammlungen aus München und Salzburg, geschehen soll, ist nach wie vor unklar. In seinem Testament hat Gurlitt das Kunstmuseum Bern als Alleinerben eingesetzt. Das Museum hat aber noch nicht entschieden, ob es die Erbschaft annimmt.

Gurlitt begesetzt - Bilder vom Düsseldorfer Nordfriedhof

Gurlitt beigesetzt - Bilder vom Düsseldorfer Nordfriedhof

Am Samstag war eine Todesanzeige für Gurlitt erschienen, die Cousins und Großcousins von Gurlitt unterschrieben hatten. „Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was Du Dir vertraut gemacht hast...“ wird darin aus dem „Kleinen Prinzen“ von Antoine de Saint-Exupéry zitiert - mit dem Zusatz „aus meinem Lieblingsbuch „Der kleine Prinz“ von 1956 Anno Domini Mortis von meinem geliebten Papa Hildebrand“.

Cornelius Gurlitt war der Sohn von Hitlers Kunsthändler Hildebrand Gurlitt. Von ihm erbte er auch die umstrittene Kunstsammlung, die auch Nazi-Raubkunst umfassen soll.

Über den Ort der Beisetzung hatte es seit dem Tod Gurlitts Spekulationen gegeben. 

dpa

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