Kunstsammler Cornelius Gurlitt

Wo steckt Mister X?

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In diesem Haus lagerten die Bilder

München - Die Öffentlichkeit rätselt nach dem Schwabinger Raubschatz-Fund: Wo steckt er denn nun, der wohl berühmteste Kunstsammler wider Willen – von Cornelius Gurlitt fehlt jede Spur.

Glaubt man dem Augsburger Leitenden Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz, ist das auch völlig belanglos. Denn: Vernommen wurde er bereits, und wo er sich jetzt aufhalte, interessiere im Augenblick nicht. Man fände ihn schon, falls es wirklich zu einer Anklage käme.

Derzeit täte Gurlitt nichts, um seine Kunstwerke zurückzuerhalten. Und seine Schwabinger Wohnung, in der er seine fast 1500 Schätze hortete, war nicht besonders gesichert. Geheimhaltung, so ein Zoll-Fahnder, sei die beste Sicherung.

Mit österreichischen Behörden arbeite man derzeit nicht zusammen, auch wenn Gurlitt dort gemeldet ist – was er in München nach tz-Informationen erst Anfang Juni 2013 war. Vermutlich haben ihn die Ermittler zu diesem Schritt gedrängt.

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Fest steht: Wie auch immer die knapp 90 Quadratmeter große Wohnung am Artur-Kutscher-Platz in Schwabing aussah: Die Gemälde waren in einem guten Zustand, als sie abgeholt wurden. Ein bisschen verdreckt, aber das war’s auch. Die Zollfahnder sprachen von „einem Regal und einem Schrank“. Im Regal lagen die gerahmten Bilder, im Schrank waren die ungerahmten Werke versammelt.

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Matthias Bieber

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