Kunterbuntes Haus in München enthüllt

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Künstler Carsten Kruse (l) und Malermeister und Hausbesitzer Franz Rebl jun. vor Deutschlands buntestem Haus in München.

München - Auffällig, schrill und kunterbunt - der Künstler Carsten Kruse hat am Mittwoch sein neuestes “Buntes Haus“ enthüllt. Die farbenfrohe Fassade schmückt den neuen Firmensitz des Malermeisters Franz Rebl in München-Allach.

Kruse und Rebl waren 2009 mit ihrem “Bunten Haus“ in Regensburg bekanntgeworden. Damals verlangte die Stadtverwaltung in einem monatelangen Streit, Kruse solle das Haus weiß anstreichen. Doch den Bewohnern der Stadt gefiel das schrille Objekt; sie stärkten Kruse und Rebl den Rücken. Die Stadt gab schließlich nach.

Künstler Kruse, der sich selbst als wild und ausgeflippt beschreibt, ist Widerstand gewöhnt. “Ich möchte provozieren und auffallen.“ Angefangen hat er in seiner Jugend mit Comiczeichnungen, dann abstrahierte der Heidelberger die Figuren immer mehr. Übrig geblieben sind auf den ersten Blick viele bunte Farbkleckse an der Hauswand; auf den zweiten Blick erkennt man Brillen, Augen, Sommersprossen und Münder. “Das Haus in München ist das sechste Projekt mit Rebl - und wir haben noch viel vor.“

Das "Bunte Haus" in Bildern

Das "Bunte Haus" in Bildern

Zwei Wochen haben die Angestellten von Franz Rebl hinter einer Plastikplane Kruses Vorzeichnungen nach dessen Anweisungen ausgemalt. Mehr als 200 Liter Farbe wurden an die Hauswand am Oertelplatz gebracht. “Hauptsache bunt“, sagt Kruse. “Die Farbe macht, was sie will, sie kann die Kleckse nicht kontrollieren.“ Auf die Reaktion des Münchner Bauordnungsamtes warten Kruse und Rebl nun gespannt - angemeldet hatten sie die ungewöhnliche Gestaltung nicht. “Aber wir denken, dass die Münchner mutig sind und das Haus mögen werden.“

dpa

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