Wo Sie die Kohle einstecken können

Hier liegt Geld auf Münchner Straße - jeder darf zugreifen

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Schnelles Kleingeld: "WeltSparen" hat im Rahmen einer Werbeaktion Geldmünzen auf den Gehsteig geworfen.

München - Wer die Tage beim Spaziergang durch die Landeshauptstadt über ein Meer aus Münzen gestolpert ist, hat sie hoffentlich eingesteckt. Das Geld ist ein Geschenk. Wir erklären, was dahintersteckt - und wo es die nächste Kohle gibt.

Von wegen Bankenkrise. Einem Finanz-Start-Up geht's offenbar so gut, dass es seine Kohle zum Fenster rauswirft. Das Geld liegt buchstäblich auf der Straße! Fünf Tage lang verteilt das junge Unternehmen Münzen im Gesamtwert von 5000 Euro auf Straßen, Plätzen, ja sogar in Hinterhöfen in ganz München. Was steckt hinter dieser Aktion? "Wir möchten die Leute darauf aufmerksam machen, dass es in Zeiten des Niedrigzins sich trotzdem lohnt, Geld zu sparen", sagt Nadja Hirsch, Pressesprecherin des Unternehmens. Die Firma "WeltSparen" will mit der Aktion für ihren hohen Zins werben.

Wo liegen die Münzen aus?

Seit Mittwoch finden sich mehrere kleinere Geldbeträge an verschiedenen Ecken Münchens. Unter anderem an der Inneren Wiener Straße und der Brienner Straße - von Zwei-Euro- bis Fünf-Cent-Münzen ist alles dabei.

Wer den bunt gemischten Geldhaufen auf den Pflastersteinen entdeckt, könnte glatt meinen, ein Anwohner hätte vor lauter Wut sein Sparschwein aus dem zweiten Stock geworfen. Zerbrochenes Porzellan sucht man zwischen den Münzen aber vergeblich. Stattdessen fallen große Richtungspfeile in den Farben blau und rot auf, die auf diese Aktion hinweisen. "Die sind aus Papier und an den Wänden neben dem Geldhaufen aufgeklebt", sagt Hirsch. Es handelt sich also nicht um verbotene Graffiti-Schmiererei, wie auf den ersten Blick anzunehmen.

Finale der Aktion am Montag

Am Montag, 26. Oktober um 7 Uhr an der Münchner Freiheit sowie um 10.30 Uhr am Odeonsplatz gibt's die weitere Kohle mitzunehmen. Dort muss für den Rest der Münzen im Gesamtwert von 5000 Euro jedoch hart gekämpft, nein, gekratzt werden: Zum Finale kleben Hirsch und Co. die Münzen auf die Straße.

Natürlich ist die ganze Aktion pure Werbung. Aber wer am Ende mit ein paar Euro mehr im Geldbeutel heimgeht, dem wird's egal sein.

Johannes Schelle

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