LaBrassBanda: Lederhosen-Techno im Circus Krone

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Stefan "Sepp" Dettl (Archivfoto) steht für Stimmung

München - LaBrassBanda im Circus Krone – das ist wie ein Orkan mit Ansage: „Des is ganz einfach“, stellt Frontmann Stefan „Sepp“ Dettl gleich zu Beginn des Konzerts klar. „Wir haun eina, was geht – und ihr tanzt!“

Er hätte auch sagen können: „Haltet euch gut fest, sonst bläst’s euch um.“ Denn was die fünf lederbehosten Burschen den mehr als 2300 Fans im ausverkauften Circus Krone entgegen schmettern, kann einen schon umhauen.

Blaskapelle nennen sie sich selbst. Was das Quintett macht, ist aber vom Musikantenstadl so weit entfernt wie Einheizer Sepp vom Hochdeutsch. Mit rasanten Techno-Beats empfängt LaBrassBanda die Fans – und im gleichen Tempo geht es weiter. Boarischer Techno nennt sich das, wenn Andreas Hofmeir aus seiner Tuba minutenlang im Stakkato „Umpa-umpa-umpa“ presst und Manuel da Coll auf sein Schlagzeug einprügelt, dass man fast Mitleid mit dem Instrument bekommt.

In diesem Sturm aus Techno, Ska und Balkan-Beat bleibt keine Zeit zum Luftholen. Trompeter Sepp gibt Überlebenstipps für Neulinge. „Wenn ihr glei so schnell mitklatscht, haltet ihr das nie durch. Langsam anfangen, dann schneller werden.“

Das rasante Tempo, das die fünf vorlegen, hat es in sich: Die Fans in der Arena lässt der Sturm wild tanzen. Doch bei dem Orkan geht leider auch manch leisere Passage verloren. Erst in der zweiten Hälfte zeigen die fünf Berufsmusiker, wie genial sie ihre Instrumente beherrschen. Da tänzelt Andreas Hofmeir – er unterrichtet am Mozarteum in Salzburg – in einem Solo über die Bühne, und was er seiner Tuba entlockt, ist phänomenal. Als Sepp ihn mit seiner Trompete umgarnt, ist es plötzlich still im Circus Krone.

Dass sie jede Minute ihres fulminanten Auftritts genießen, spürt man sofort. Gleich viermal sind sie im Circus Krone gebucht – alle Konzerte ausverkauft. Eines nimmt man Sänger Sepp aber nur schwer ab: „Wir san genauso aufgeregt wie bei unserem ersten Auftritt im Circus Krone vor einem Jahr“, gesteht er. Wer Reggae-Fans am Chiemsee, Rocker in Dänemark und Russen in Sibirien zum Tanzen bringt – was soll den noch umwerfen?

Steffen Habit

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