Satire-Stadtrundfahrt und Kabarettisten-Gipfel

Lachangriff auf Spekulanten

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Gerhard Polt

München - Jetzt kommt es zum Lachangriff auf die Immobilien-Spekulanten! Neben einer Stadtrundfahrt sollen auch bei einem Kabarettisten-Gipfel die bissigen Sprüche fallen.

Wenn einer weiß, was Immobilienwahn bedeutet, dann ist es Kabarett-Titan Gerhard Polt, der Ende der 60er Jahre in der Amalienstraße in der Maxvorstadt aufwuchs und mitbekam, wie im Vorfeld der olympischen Spiele Kriegsversehrte, Flüchtlinge, verarmte Adlige, Studenten und Handwerker aus ihrem Biotop aus Stiegenhäusern und Hinterhöfen vertrieben wurden. Polt hat seine Erlebnisse 1976 in dem Hörspiel Als wenn man ein Dachs wär’ in seinem Bau verewigt – und die Zeiten wiederholen sich.

Wieder wird die Stadt von einer Spekulationswelle überspült, die jeden Winkel erfasst und die Menschen entwurzelt. Grund genug für die Satire-Spekulanten von Goldgrund, eine Stadtrundfahrt in Sachen Wohn-Wahnsinn zu unternehmen. Till Hofmann und sein Team von der Lach- und Schießgesellschaft nehmen am Sonntag bei einer Satire-Tour im Doppeldecker-Bus die Immobilienhaie an den Haken.

Weil die Plätze im Bus schon längst vergeben sind, blasen ihre Kabarettisten-Freunde Polt, Frank-Markus Barwasser alias Erwin Pelzig, Brigitte Hobmeier, Willy Astor, Jochen Busse und viele andere ab 16 Uhr im Atomic-Café an der Neuturmstraße 5 zum großen Lachangriff auf die Spekulanten.

Und dabei kann Polt sein leider zeitloses Hörspiel von 1976 wieder auspacken. Ecco Meineke, Keno Langbein von Moop Mama sowie Gerti und die Schicksalscombo vom Fraunhofer Schoppenstüberl geben den musikalischen Takt vor. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Johannes Welte

München von oben im Vergleich: 1962 und 2011

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