Räumt dieser Münchner ab?

Video: Daheim im Büro des Oscar-Anwärters

München - Ein Münchner ist für einen Oscar nominiert: Wir haben Jan Lachauer in Sendling besucht. Der Regisseur des Kurzfilms "Room on the Broom" ist jetzt schon nervös.

Video: : 'courtesy of Magic Light Pictures Limited

Vorhang auf für Jan Lachauer (30) und Max Lang (31). Die beiden sind als Regisseure mit ihrem Kurzfilm Room on the Broom (deutscher Titel Für Hund und Katz ist auch noch Platz) für den Oscar nominiert. Kategorie: bester animierter Kurzfilm. Am 2. März wird’s spannend: Dann ist Preisverleihung in Los Angeles.

Klappe, die Erste: Für den Münchner Animator Lachauer ist die Nominierung eine Premiere. Kumpel Lang aus Rheinberg (Nordrhein-Westfalen) hat schon mal die Luft auf dem roten Teppich in Los Angeles geschnuppert. Er war 2011 zusammen mit dem Münchner Regisseur Jakob Schuh (38) für den Oscar nominiert. Kategorie auch damals: bester animierter Kurzfilm. Damals hat’s mit dem Grüffelo nicht geklappt, jetzt soll die goldene Trophäe her. Lang: „Ich denke schon, dass wir Chancen haben.“ Schließlich haben die Macher viel Zeit in den Kurzfilm investiert: 18 Monate lang arbeiteten sie an Room on the Broom.

Überhaupt: Den beiden ist der Team-Gedanke wichtig. Lachauer: „Wir kennen uns seit 2005, haben schon an der Uni zusammen Filme gemacht.“ Eine Basis für Erfolge, wie sich zeigt. Man sieht Lachauer die Freude an: Strahlend sitzt er im schicken, hellen Büro der Produktionsfirma in Sendling. Hier animiert er fleißig weiter – für Filme und Apps. Ganz in der Nähe, ebenfalls in Sendling, hat Lachauer seine Wohnung.

Lang dagegen lebt mit seiner Familie in England. Umso schöner, dass sich die beiden bei der Oscar-Verleihung am 2. März in Los Angeles treffen werden. Mit großen Hoffnungen und mit großem Kribbeln. Lachauer: „Ich bin total aufgeregt und begeistert. Ich weiß ja nicht genau, was auf mich zukommt.“ Lang sagt im Rückblick auf seinen ersten Oscar-Abend: „Ich dachte eigentlich, ich wäre cooler. In Wirklichkeit war ich dann aber so aufgeregt, dass ich gezittert habe.“

Sicher: Diese Spannung und dieses Zittern werden auch heuer wieder dabeisein. Die Spannung, ob Room on the Broom den wichtigsten Filmpreis der Welt holt. In dem Film geht’s um eine Hexe mit zerbrochenem Besen, die zusammen mit ihren tierischen Freunden ein Abenteuer zu bestehen hat. Der perfekte Stoff für einen magischen Abend …

Wie es jetzt weitergeht

Den Smoking für die Oscar-Nacht wollen sich lachauer und Lang leihen. Dann hoffentlich die goldene Statue abräumen – und die nächsten Projekte in Angriff nehmen. Lachauer: „Ich hoffe, dass wir bald wieder zusammen an einem Film arbeiten.“ Und wer weiß: Vielleicht ist das dann ja kein Kurzfilm, sondern ein großes Kino-Prjekt … Wenn der Rahmen und die Idee stimmen, würden die beiden schon nachdenken. Lachauer lächelt: „Man soll niemals nie sagen.“ Wir sind gespannt …

Nicolai Kunz

Rubriklistenbild: © steffen-leiprecht.de

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