So läuft das Millionen-Wohnprogramm

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Die Stadt will - wie hier im Neubaugebiet Schwabing - die Wohnungsnot durch ihr neues Programm lindern

München - Das größte kommunale Wohnungsprogramm der Republik hat noch einmal um viele Millionen Euro zugelegt und ist seit Mittwoch tatsächlich in Kraft. Wir erklären, wie es funktioniert.

Aus 625 Millionen Euro sind 800 Millionen Euro geworden. Das größte kommunale Wohnungsprogramm der Republik ist hat noch einmal zugelegt – und die beste Nachricht dabei: Seit Mittwoch ist es auch tatsächlich in Kraft. Denn: Der Stadtrat hat die fünfte Auflage des Projekts Wohnen in München abgesegnet. Kann es die Wohnungsnot in unserer Stadt lindern? Die Opposition verlangt jedenfalls noch Änderungen des Programms.

Die konkreten Pläne im Rahmen von Wohnen in München: In den nächsten fünf Jahren will die Stadt weitere 3500 Wohnungen jährlich Jahr neu genehmigen, um so zusammen mit dem Bau in bestehenden Gebieten auf jährlich 7000 Apartments kommen. Die Zahl war schon in den letzten Jahren allerdings fast nie erreicht worden.

Außerdem gilt: Mehr Münchner sollen geförderten Wohnraum bekommen. Ein möglicher Schritt in diese Richtung: Kurzfristig können bis zu 5000 Wohnungen auf ehemaligen Büroflächen entstehen. Dafür hebt die Stadt die Förderung von 625 auf insgesamt 800 Millionen Euro an (tz berichtete).

Nichts Besonderes, meinte dazu die CSU, schließlich seien in der Vergangenheit sowieso noch nicht einmal die Hälfte des Geldes von Investoren abgerufen worden. „Sie bringen nicht einmal die eigenen Mittel an den Mann“, sagte Fraktionschef Josef Schmid. Die Partei lobt zwar grundsätzlich weite Teile des Wohnungs-Programms, will aber die Umwandlung von Gewerbe in Wohnen erleichtern. Bei der Verdichtung von Vierteln warnte die CSU davor, alles zuzubetonieren und Einfamilienhäuser in Wohnblöcke umzuwandeln.

Die FDP lehnte das Programm derweil ab: Fraktionschef Michael Mattar forderte ein neues kommunales Wohngeld. Die Stadt solle auf den Bau von 600 sündteuren Sozialwohnungen verzichten – und stattdessen bei bis zu 30 000 Münchner Haushalten drei bis fünf Euro pro Quadratmeter zur Miete zuzuschießen.

So oder so gilt: München ist in Sachen Miete das teuerste Pflater ganz Deutschlands – insofern sind sich alle Parteien einig, dass das Thema Wohnen besonders wichtig für die Entwicklung der Stadt ist. Mit dem „Münchner Modell“ (freier Markt plus geförderter Wohnraum) will OB Ude schon seit Langem Erleichterung schaffen.

David Costanzo

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