Jugendliche schlagen Trambahnfahrer krankenhausreif

München - Brutaler Angriff in Laim: Ein Trambahnfahrer ist von drei 16-Jährigen krankenhausreif geschlagen worden. Auch ein 50-jähriger Fahrgast musste Prügel einstecken. Die unfassbare Tat:

Brutaler Angriff in Laim: Ein Trambahnfahrer (40) ist von drei Schülern (alle 16) so heftig verprügelt worden, dass er mit Platzwunden ins Krankenhaus musste. Auch ein Fahrgast, der dem Tramfahrer zur Hilfe eilte, musste Prügel einstecken. Die Attacke geschieht am Dienstagabend gegen 20.55 Uhr. Die drei Schüler stehen an der Haltestelle Stegener Weg, als die Tram der Linie 18 in Richtung Effnerplatz einfährt und stoppt. Da die Jugendlichen keine Anstalten machen, einzusteigen, fährt der Trambahnfahrer wieder an. Darüber ärgern sich die Schüler so sehr, das einer von ihnen eine Bierflasche gegen die Tram schleudert.

Jetzt hält der Fahrer wieder an, aus dem Fenster heraus stellt er die Burschen zur Rede. Als sie frech antworten, steigt er aus. Weil die 16-Jährigen ihn daraufhin übel beleidigen, zieht sich der Fahrer in die Tram zurück, will die Polizei alarmieren. Die Burschen folgen ihm. Fäuste fliegen, Blut spritzt. Vier Reihen weiter sitzt Dieter G. (50) mit seiner Freundin. Der Sicherheitsmitarbeiter will in die Stadt, das Champions-League-Spiel Bayern gegen Inter schauen. Als der Münchner die prügelnden Burschen sieht, springt er dem Tramfahrer zur Seite. „Ich kann nicht zuschauen, wenn jemand geschlagen wird.“

Er packt einen der Schläger am Arm und brüllt: „Lasst den Mist!“ Jetzt drückt ihn der Schüler gegen die Scheibe, würgt ihn mit einer Hand. Mit der anderen Faust schlägt er Dieter G. ein paar mal ins Gesicht. Als das Wort Polizei fällt, flüchten die Schläger. Der Trambahnfahrer kommt mit Platzwunden am Kopf ins Krankenhaus. Dieter G. blutet aus einer Wunde über dem Auge. Er wird vor Ort vom Rettungsdienst versorgt.

Die drei Schüler können gut eine Stunde nach der Tat, gegen 22 Uhr, von einer zivilen Polizeistreife auf Höhe der Elsenheimer- und Lautensackstraße festgenommen werden. Einer des Trios, ein Togolese, hatte eine frische Verletzung an der rechten Hand und passte auf die Personenbeschreibung. Bei den Vernehmungen gestanden die Jugendlichen die Tat. Sie wurden anschließend entlassen und den Eltern übergeben.

Die spektakulärsten Verbrechen Münchens

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Rubriklistenbild: © dpa

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