Prekäre Situation

Das ewige Nadelöhr: Laimer Unterführung noch wochenlang für Autos gesperrt - wegen Einsturzgefahr?

Die Baustelle an der Unterführung in Laim.
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Derzeit ist für Autofahrer kein Durchkommen - bis März ist die Laimer Röhre gesperrt.

Die Laimer Unterführung ist ein ewiges Nadelöhr: Schon 2019 wurde der Tunnel für Autofahrer gesperrt und auch in diesem Jahr müssen Autofahrer noch einige Wochen Geduld haben.

München - Fußgänger und Radler dürfen noch durch, Autofahrer aber nicht: Seit mittlerweile einer Woche ist die Laimer Unterführung dicht. Vor Ort laufen Bauarbeiten für die zweite Stammstrecke sowie an der neuen Umweltverbundröhre, die laut Bahn noch bis zum 28. März dauern.

Laimer Unterführung: Das ewiger Nadelöhr

Die Unterführung ist ein ewiges Nadelöhr. Bereits 2019 war der Tunnel für Autos gesperrt. Autofahrer sind auch jetzt wieder genervt, wenn sie im Stau über die Landsberger Straße und Friedenheimer Brücke geleitet werden. Dennoch: Die Arbeiten sind „unausweichlich“, sagt 3. Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD), denn es bestand sogar Einsturzgefahr. Das Bauwerk der Unterführung muss laut Bahn nun „mit Stahlbändern verstärkt werden“. Die Durchfahrt für Autos und Busse sei ab dem 29. März wieder möglich. Laut der Münchner Verkehrsgesellschaft ist der S-Bahnhof Laim über den Fuß- und Radweg durch die Westseite der Unterführung aber „jederzeit erreichbar“.

Für Autofahrer ist die Situation prekär, zumal auch die Paul-Heyse-Unterführung am Hauptbahnhof in einer Fahrtrichtung gesperrt ist und so die Überquerung der Gleise an gleich zwei Stellen nicht möglich ist.

Bauarbeiten an der Laimer Röhre - Situation für Anwohner schwierig

Doch wie ist die Situation der Anwohner jetzt? Nach Angaben des Mobilitätsreferats, das sich auf Angaben der Bahn bezieht, komme es zu „keinen Einschränkungen“ in der Rad- und Gehweg-Röhre. Verena Dietl sagt dagegen: „Die Baumaßnahmen führen derzeit zu Beeinträchtigungen bei allen Verkehrsteilnehmer*innen. Als Laimerin bin ich davon selbst betroffen.“

Bei den bisherigen Besuchen hat das Mobilitätsreferat „keine besonders gravierende Staubildung beobachtet“. Schon Ende 2019 gab es aber viel Gedränge zwischen Fußgängern und Radlern an der Röhre.

Laut MVG müssen die Durchgänge nun sogar „zeitweise verschmälert werden“. Die Bahn sei dazu im Austausch mit der Stadt. Künftig werde es „in den Schutztunneln voraussichtlich keine Trennwände mehr zwischen den Bereichen geben“, sagt eine Bahn-Sprecherin. Verena Dietl fordert derweil, die Bahn müsse „alles daransetzen, dass die notwendigen Arbeiten schnellstmöglich durchgeführt werden und man wieder sicher durch die Laimer Unterführung kann. Langfristig brauchen wir zudem dringend die Umweltverbundröhre für eine vernünftige und sichere Wegeverbindung. Der Bau muss mit höchster Priorität vorangetrieben werden.“

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