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Danke, stiller Engel!

Anonyme Spende: 500 Euro für Raser-Opfer

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Kleines Bild: tz-Redakteurin Dorita Plange (l.) überbrachte Tine S. und den Kindern Lia (5) und Levin (2) die 500 Euro. Großes Bild: Er macht Fortschritte: Familienvater Thomas S. darf sich wieder leicht bewegen.

München - Nach dem Unfalldrama vor einer Laimer Kneipe: Eine anonyme tz-Leserin spendet der Familie des Opfers 500 Euro. Die Ehefrau und Mutter verrät, was sie mit dem großzügigen Geschenk vor hat.

Der schlichte Umschlag mit der Blümchen-Postkarte kam vor wenigen Tagen in der tz-Redaktion an. Inhalt: 500 Euro Bargeld und ein liebenswürdiger Brief. Geschrieben vom stillen Engel – jener tz-Leserin, die mit ihren großzügigen Spenden schon so oft in Not geratenen Menschen geholfen hat und stets anonym bleibt. Diesmal war der Brief bestimmt für den schwer verletzten Haustechniker Thomas S. (30), seine Frau Tine (26) und die beiden Kinder Lia (5) und Levin (2), die momentan eine schwere Zeit durchmachen.

Völlig unverschuldet war der Familienvater am Abend des 30. November vor dem Laimer Traditionslokal Huiras auf dem Bürgersteig von zwei schleudernden Unfallautos mitgerissen und schwer verletzt worden (tz berichtete). Seitdem liegt er mit einem gebrochenen Wirbel und einem dreifach gebrochenen Bein im Krankenhaus und hofft, bald operiert werden zu können. Eine harte Belastung für die junge Familie, ausgerechnet so kurz vor Weihnachten. Umso größer ist die Freude über den unerwarteten und überaus großzügigen Weihnachtszuschuss, mit dem Thomas und Tine S. nun speziell ihren Kindern eine Weihnachtsfreude machen werden.

"Vielen, vielen Dank und vergelt’s Gott"

Lia wünscht sich nämlich einen echten Fotoapparat. Und Levin träumt von einer Eisenbahn. „Die darf jetzt sogar etwas größer ausfallen als das kleine Modell, das ich bislang im Auge hatte,“ freut sich Tine S., die seit dem Unfall ihren Mann täglich im Krankenhaus besucht. Der Rest der Spende wird als eiserne Reserve zurückgelegt. „Wir sind der unbekannten Dame so dankbar für ihre Großzügigkeit. Sie haben uns eine große Freude gemacht. Vielen, vielen Dank und vergelt’s Gott.“

Auch für Thomas S. gibt es gute Nachrichten. Obwohl er noch große Schmerzen hat, darf er sich jetzt wieder bewegen: „Die Ärzte meinen, dass der Wirbel von allein heilen wird. Die aufwändige Rücken-Operation mit all ihren Risiken bleibt mir also erspart, und ich darf sogar schon wieder kurz aufstehen. Das macht vieles leichter.“

Das Bein muss allerdings operiert werden, wenn die Schwellungen abgeklungen sind und die Infektions­gefahr gebannt ist. „Dann muss ich sechs Wochen absolute Ruhe halten, bevor die Reha beginnen kann.“ Eine harte Zeit, die Thomas S. jedoch überwiegend daheim verbringen kann: „Ich hätte auch tot sein können. Nun sind wir Weihnachten alle wieder zusammen. Das ist das Wichtigste.“

Dorita Plange

Benefizabend am Ort des Dramas

Im Laimer Traditionslokal Huiras steht der kommende Samstag (14. Dezember) ganz im Zeichen der ­Familie S., die noch lange mit den Unfallfolgen kämpfen wird. Auch Huiras-Wirt Igor Divjak wird noch von den schlimmen Bildern verfolgt. Für die junge Familie S. veranstaltet er daher am Samstag einen Benefizabend, bei dem alle Gäste von 20 bis 24 Uhr etwas Geld spenden können: „Mir geht es vor allem um das Zeichen der Solidarität – und dass wir der Familie eine kleine Freude machen können.“

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