Häuserl komplett abgebrannt

Inferno in der Gartenlaube: War es ein Einbrecher?

München - Es war kurz nach 19 Uhr am Samstagabend, als der Brand in dem Gartenhaus einer 90-jährigen Besitzerin ausbrach. Die Brandfahnder schließen nicht aus, dass ein Einbrecher das Häuserl angezündet hat.

Meterhoch schlugen die Flammen in den nächtlichen Himmel, mehrere Explosionen schreckten Anwohner und Passanten in der Umgebung auf. Obwohl die Feuerwehr schnell alarmiert war, blieb von dem Gartenhäuserl in der Kleingartenanlage am Laimer Platz aber nur noch Schutt und Asche übrig.

Es war kurz nach 19 Uhr am Samstagabend, als der Brand in dem Gartenhaus einer 90-jährigen Besitzerin ausbrach. Aufmerksame Passanten alarmierten die Feuerwehr, die das Häuserl allerdings nicht mehr retten konnten. Die schmucke Holzlaube brannte vollständig ab. Ein direkt danebenstehendes Gartenhaus blieb weitestgehend verschont – nur die Seitenwand wurde beschädigt.

Noch am Abend informierte die Polizei die Besitzerin des Gartenhäuserls über das Flammen-Inferno. „Die 90-jährige Rentnerin wurde von anderen Gartenlauben-Besitzern getröstet“, berichtet Polizeisprecherin Marianne Gottwald. Die rund 120 Bewohner der Kleingartenanlage halten jetzt erst recht zusammen. Denn niemand weiß, wer das verheerende Feuer verursacht hat. „Eingebrochen wurde hier immer wieder einmal“, sagt beispielsweise Inge S. (65) der tz. „Aber gebrannt hat es hier in der Anlage noch nie.“

Das Flammen-Inferno zerstörte das Häuserl komplett. Ein Brandfahnder sucht im Schutt nach Spuren.

Die Brandfahnder schließen nicht aus, dass ein Einbrecher das Häuserl angezündet hat. Denn Fakt ist: Kurz vor dem Inferno hatte vermutlich derselbe Unbekannte in einer weiteren Gartenlaube ebenfalls eingebrochen. Hier fehlten später ein Brotzeitmesser und eine Flache Schnaps. „Bestimmt wollte er sich einheizen und dann ist ihm die Gasflasche außer Kontrolle geraten“, vermutet ein weiterer Gartenhäuserl-Besitzer in der Anlage, die von der Baugenossenschaft des Verkehrspersonals 1898 E.G. verwaltet wird.

Für die Ermittler steht jedenfalls fest, dass es Brandstiftung war. Ob vorsätzlich oder fahrlässig – das weiß wohl nur der Täter. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 30 000 Euro. Hinweise auf den möglichen Brandstifter nimmt die Polizei unter Telefon 089/29100 entgegen.

JAM

Rubriklistenbild: © Mell

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Bluttat vor Neuraum: Polizei sucht weiter Messer - drei Täter gefasst
Bluttat vor Neuraum: Polizei sucht weiter Messer - drei Täter gefasst
31-Jähriger am ZOB niedergestochen: Neue Details
31-Jähriger am ZOB niedergestochen: Neue Details
Star-Sprayer am Pressehaus: Aktion im Live-Stream
Star-Sprayer am Pressehaus: Aktion im Live-Stream

Kommentare