Verursacher des Horror-Crashs gefunden

Raser-Unfall: So leiden Maxi und seine Mutter

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Liljana P. ist so oft es geht an der Seite ihres Sohnes Maxi (8). Rechts ist der völlig demolierte Golf von den beiden zu sehen.

München - Liljana P. und ihr Sohn Maxi wurden am Samstag von einem Volvo gerammt und in den Gegenverkehr geschleudert. Der Unfall-Fahrer stellte sich erst am Montag. Wie es den Opfern geht:

Seitdem sie weiß, dass es ihrem kleinen Maxi (8) wieder besser geht, kann Liljana P. (37) auch wieder lächeln. Obwohl ihr jeder Atemzug noch weh tut – vor allem die linke Seite, an der sie sich bei den zwei kurz aufeinander folgenden Zusammenstößen mehrere Rippen gebrochen hat. Liljana P. und ihr Sohn wurden am Samstag um 23 Uhr auf der Rückfahrt vom Westbad von einem Volvo gerammt und in den Gegenverkehr geschleudert. Der Volvofahrer floh – und stellte sich erst am Montag der Polizei.

An den Unfall selbst kann sich Liljana P. genau erinnern: „Wir hatten nach dem Baden Hunger und wollten noch zu McDonald’s. Ich hatte mich links eingeordnet, musste aber wegen des Gegenverkehrs warten.“ Plötzlich sieht die 37-Jährige im Rückspiegel zwei Scheinwerfer: „Die Lichter sind immer größer und größer geworden“, erzählt die Mutter. „Ich dachte noch, jetzt muss er doch bremsen. Aber da krachte es schon fürchterlich.“ Der Golf wird auf die Gegenfahrbahn geschleudert, dann kracht ein Opel nochmals in das Heck des betagten Golfs.

Fotos vom Unfallort

Achtjähriger verletzt sich bei Unfall schwer

Als ihr Auto zum Stehen kommt, dreht sich Liljana P. zu Maxi auf dem Rücksitz um: „Sein Gesicht war voller Blut. Und sein Blick so starr. Ich dachte, er wäre tot.“ Der Aufprall war so heftig, dass der Körper des angeschnallten Kindes einen Abdruck auf dem Vordersitz hinterlassen hat. Ersthelfer ziehen Liljana P. aus dem Wrack. Und dann sieht die Mutter, dass ihr Maxi lebt. „Das war ein großes Glücksgefühl.“ Als der Notarzt eintrifft sagt sie: „Ich bin ok. Kümmern Sie sich nur um mein Kind!“

Maxi blutet aus den Ohren, der Kinder-Notarzt ist in großer Sorge. Doch mittlerweile steht fest, dass der Kleine großes Glück hatte. Seine Kopfverletzungen sind nicht lebensgefährlich. Mutter und Sohn liegen im gleichen Krankenhaus, werden liebevoll von der Familie umsorgt. Zweimal hat Liljana P. ihren Maxi schon besucht. Er darf sogar schon im Rollstuhl sitzen.

Jacob Mell

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