Laimer Unterführung

Diese Baustelle treibt alle Münchner in den Wahnsinn - Jetzt gibt‘s neuen Ärger

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Fußgänger und Radler in der Laimer Unterführung haben kaum Platz.

Die Laimer Unterführung bringt Fußgänger und Radler an ihre Grenzen. Nun steht neuer Ärger ins Haus.

  • Die Laimer Unterführung ist seit den Bauarbeiten für die zweite S-Bahn-Stammstrecke bei Anwohnern gefürchtet.
  • Fußgänger beschweren sich über Radl-Rambos - es gibt kaum Platz.
  • Nun gibt es einen Plan.

München - Auch dieses Jahr müssen Fußgänger und Radfahrer in der Laimer Unterführung zusammenrücken. Im Zuge des Komplettumbaus des Bahnhofes kommt es 2020 wieder zu einer Einhausung des Fußgänger-Tunnels. Um einen reibungsloseren Ablauf als im vergangenen Jahr zu ermöglichen, fand am Dienstag ein Treffen mit allen Verantwortlichen statt. Die „lebensgefährlich“ Baustelle sorgte vergangenen Herbst bei Anwohner für Unverständnis. Nun soll während der Baumaßnahmen ein etwa vier Meter breiter Durchgang für Passanten und Radler geschaffen werden.

 „Auch in diesem Jahr kann trotz der Baustelle der Geh- und Radverkehr in der Laimer Unterführung aufrechterhalten bleiben“, erklärt KVR-Sprecher Johannes Mayer. Die Holzkonstruktion soll anders als im letzten Jahr ohne Zwischenwände angefertigt werden, berichtete der Chef der Neuhauser Polizeiinspektion Thomas Madl bei der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses (BA) Neuhausen-Nymphenburg. Ohne Mittelwand werde vermieden, den Verkehrsfluss auf zehn bis 20 Metern anders zu führen als im Rest des Tunnels.

Laimer Tunnel: Radfahrern Durchfahrt auch 2020 erlaubt 

In der letzten Bauphase waren Fußgänger und Radfahrer durch eine Einhausung mit Mittelwand gemeinsam in beide Richtungen geschleust worden. Bedingung für die neue Lösung ist, dass die Baufirma die Breite von vier Metern wahren kann. Sollte dies nicht gelingen, müssten die Radler auf dieser Strecke absteigen. Ansonsten sei den Radfahrern auch 2020 die Durchfahrt erlaubt, so KVR-Sprecher Mayer. Eine dritte besprochene Möglichkeit war die Sperrung einer Fahrspur in der Pkw-Röhre. Die Führung des Radverkehrs wäre über die nach Süden führende Fahrbahn erfolgt. Dafür müssten Busse umgeleitet werden, Autos könnten nur einbahngeregelt fahren. BA und MVG lehnen dies ab. Die Unterführung ist derzeit eine Dauerbaustelle. Für die unübersichtlichen Verhältnisse hatte es starke Kritik gehagelt.

Übrigens: Auch für Autofahrer drohen schlechte Nachrichten. Parkausweise könnten in München künftig deutlich teurer werden. Die Entscheidung darüber fällt am Freitag.  

mam 

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