Passanten reagieren umgehend

Streit um Corona-Maske läuft komplett aus dem Ruder: Teenager prügelt Münchner ins Krankenhaus

Ein U-Bahnsteig in München.
+
An einem U-Bahnsteig in München kam es zu einer verhängnisvollen Auseinandersetzung (Symbolbild).

Schwere Verletzungen hat sich ein Mann in München zugezogen. Zuvor hatte er einen Jugendlichen ermahnt, der ohne Corona-Maske unterwegs gewesen war.

München - Am Freitagnachmittag (23. Oktober) stand ein 17-jähriger Schüler aus München am Bahnsteig des U-Bahnhofes Friedenheimer Straße. Er telefonierte mit seinem Handy, einen Mund-Nasen-Schutz trug er dabei nicht, wie die Polizei München berichtet.

München: Keine Corona-Maske - Mann ermahnt Jugendlichen, dann eskaliert Situation

Ein 64-Jähriger aus München ging in der Folge auf den Teenager zu und schlug ihm mit der Hand in den Nacken. Der Mann forderte den 17-Jährigen auf, doch bitte die Maske aufzusetzen. Darauf drehte sich der Jugendliche um und schlug dem 64-Jährigen mit beiden Fäusten gegen den Kopf und ins Gesicht. Der Getroffene stürzte daraufhin zu Boden und schlug mit dem Kopf auf. Er wurde dadurch schwer verletzt.

Der 17-Jährige flüchtete zunächst vom Tatort. Zwei Passanten eilten dem 64-Jährigen zu Hilfe und leisteten Erste Hilfe, während sie den Notruf alarmierten. Kurz nach dem Eintreffen der Polizei kehrte der Schläger wieder an den U-Bahnhof zurück und stellte sich den Beamten.

Mann nach Streit in München schwer verletzt - 17-Jähriger kehrt an Tatort zurück

Er wurde vorläufig festgenommen, während der schwer verletzte Mann in ein Krankenhaus zur stationären Behandlung gebracht wurde. Nach der Durchführung der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wurde der 17-Jährige wieder entlassen. Die Ermittlungen führt nun die Münchner Kriminalpolizei.

Gegen den Jugendlichen wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung und gegen den 64-Jährigen wegen Körperverletzung ermittelt. (tz) Der Mund-Nasen-Schutz wird das Alltagsbild in München wohl noch länger prägen; zuletzt hat sich die Corona-Lage in der Landeshauptstadt wieder verschärft.

Mehr zum Thema:

Kommentare