Einzug am Mittwoch

Flüchtlinge ziehen ins Heim an der Hansastraße

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Nach oben offene Boxen: Christian Boenisch zeigt die Leichtbauhalle in der Hansastraße.

München - So viel hatte Christian Boenisch (55), Geschäftsführer vom Arbeiter-Samariter-Bund München (ASB), in den vergangenen Wochen zu tun, dass er noch gar nicht sagen kann, wie „seine“ Flüchtlinge Weihnachten feiern werden.

Am 23. Dezember ziehen die ersten Flüchtlinge in die Leichtbauhalle in der Hansastraße 55 (Laim) ein. „Wir wissen nicht mal, wie viele Flüchtlinge kommen und wo sie herkommen. Aber wir werden uns zusammen mit dem Caterer etwas für Heiligabend überlegen“, sagt Boenisch.

25 Geflüchtete werden am Anfang sicher kommen – wie viele es letztendlich werden, weiss noch niemand. Für 170 Menschen ist Platz, der Betrieb ist für zwei Jahre geplant. Etwa die Hälfte der bisher bekannten Flüchtlinge kommt aus Afghanistan. Es ist die erste Unterkunft, die der ASB betreibt – aber sicher nicht die letzte. Erfahrung hat der Katastrophenschutz des ASB bereits in der Messehalle und der Richelstraße gesammelt, wo sie ehrenamtlich arbeiteten.

Die Leichtbauhalle mit den Zwei- und Vierbettboxen, die nach oben offen sind, ist keine typische Gemeinschaftsunterkunft. Sie dient als Übergangslösung, bis die Flüchtlinge in ein festes Haus kommen oder abgeschoben werden.

Dank des fleißigen Werbens des Bezirksausschusses gibt’s schon einen Helferkurs, der Deutschkurse, Sport und Kinderbetreuung anbieten möchte. „Wir können zwar nicht jeden reinlassen, aber wer helfen möchte, meldet sich einfach an der Pforte an. Wir freuen uns über jeden, der sich bei uns engagiert“, sagt Boenisch.

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