Feuerwehr verhindert Schlimmeres

Münchner Westen: Großalarm wegen meterhohen Flammen - Haben Akkus von E-Bikes das Feuer entfacht?

München, Landsberger Straße: Vom Laden aus breitete sich der Brand aus. Die Feuerwehr war schnell zur Stelle
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München, Landsberger Straße: Vom Laden aus breitete sich der Brand aus. Die Feuerwehr war schnell zur Stelle.

Fahrräder mit Elektromotor erfreuen sich einer immer größer werdenden Beliebtheit. Im Münchner Westen haben Akkus nun jedoch wohl zu einem Brand geführt. Die Feuerwehr hat Schlimmeres verhindert.

  • Im Westen der Stadt hatte die Feuerwehr München am Mittwoch einen ganz besonderen Einsatz.
  • Der Gebäudekomplex eines Unternehmens für gebrauchte E-Bikes stand in Flammen.
  • Als Brandursache werden Akkumulatoren vermutet - Schlimmeres konnte verhindert werden.

München - Waren es E-Bike-Akkus, die am späten Mittwochabend einen Brand in einem mehrstöckigen Haus in der Landsberger Straße 318 ausgelöst haben? Die Polizei hält diese Variante für naheliegend. „Nach derzeitigem Erkenntnisstand liegt die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es sich um einen technischen Defekt handelt“, heißt es aus dem Polizeipräsidium. Und weiter: „Der Brandherd war ein Regal, auf dem Akkumulatoren gelagert waren.“

Es war gegen 21.41 Uhr, als mehrere Passanten Flammen aus dem Innenhof des Gebäudekomplexes meldeten, in dem ein Online-Handel für Gebrauchtfahrräder, das Unternehmen Bravobike, untergebracht ist.

Feuer durch Akkus für E-Bikes? Münchner Feuerwehr löscht Brand in mehreren Etagen

Bei der Ankunft der Münchner Feuerwehr, die kürzlich mit einer spektakulären Aktion* in der Nähe eine Menge Schaulustiger anzog, waren meterhohe Flammen sichtbar. Diese hatten sich über mehrere Etagen ausgebreitet. Daraufhin erhöhte die Einsatzleitung die Anzahl der Kräfte. Mehrere Trupps begannen sofort mit dem Löschen. Zwei Drehleitern waren nach Angaben der Feuerwehr notwendig, um darüberliegende Stockwerke und die Fassade auf Schäden zu kontrollieren. Mit einer Wärmebildkamera wurden sämtliche Räume auf Glutnester kontrolliert.

Zu keiner Zeit seien Personen gefährdet gewesen, da sich zum Zeitpunkt des Brandes niemand im Gebäude aufhielt, so die Feuerwehr. Das Geschäft und die dazugehörige Werkstatt wurden komplett zerstört. Geschäftsführer Axel Donath geht davon aus, dass vor allem der Ruß großen Schaden verursacht hat. Die Polizei beziffert die Gesamtsumme des Schadens bei dem Vorfall im Westen von München* auf mehrere Hunderttausend Euro.

Der Fall eines flüchtigen E-Bike-Fahrers bewegte die ganze Stadt: Nachdem ein 37-Jähriger nach einem Fahrradunfall gestorben war, suchen die Familie des Opfers und die Polizei fieberhaft nach einem Mann. (PF/RAD/AFS)

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