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60-jähriger Freier dreht durch

Mann mit Handgranate in Münchner Bordell: „Ich hatte Todesangst“

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Zuerst pöbelte der Mann in dem Bordell in Laim herum, dann verschwand er und kam mit einer Handgranate zurück.

Mitarbeiter in Todesangst, Streit und Gerangel, Polizei-Großeinsatz: Ein 60-jähriger Freier sorgte in der Nacht auf Montag in einem Bordell in Laim für dramatische Szenen.

Schon als der Mann reinkam, beschlich Frederika (Name geändert) ein mulmiges Gefühl: „Er war sehr aggressiv“, sagt die 21-Jährige. Doch die junge Prostituierte konnte da noch nicht ahnen, wie gefährlich der Besucher wirklich war…

Mann mit Handgranate: Dramatische Szenen in Münchner Bordell

Was war passiert? Die Polin arbeitet in einem Laufhaus an der Landsberger Straße. In der Nacht auf Montag saß sie mit einer Kollegin an der Bar, als der Mann gegen Mitternacht das Bordell betrat. „Er hat ein Bier bestellt und mit der Flasche auf den Tresen geklopft. Immer wieder.“ Doch dabei blieb es nicht: „Er hat einen Kollegen angepöbelt.“ Der Störenfried geriet mit dem 33-jährigen Angestellten in Streit. Bevor die Situation eskalierte, verließ der ungebetene Gast das Etablissement gegen zwei Uhr. Vorerst. „Er wollte wiederkommen“, sagt Frederika schaudernd. Nur wenig später erschien der Mann tatsächlich wieder. „Er griff in seine Tasche“, sagt Frederika, die zuerst nicht erkannte, was der Mann da in der Hand hatte. Sekundenbruchteile später macht sich Entsetzen in ihr breit: „Das war eine Handgranate!“ Die Hand des Mannes nähert sich dem Sicherungsstift. „Ich hatte Todesangst. Ich habe gedacht, dass gleich alles explodiert.“ Frederika rennt los, „nur raus!“ Zeitgleich stürzt sich ihr Kollege geistesgegenwärtig auf den irren Angreifer, stößt ihn aus dem Lokal und reißt ihn zu Boden. Nach Polizeiangaben entstand vor dem Haus ein Gerangel, bei dem „die mutmaßliche Granate ebenfalls zu Boden fiel“.

In diesem Bordell pöbelte der Mann. Dann kehrte er mit einer Granate zurück 

Frederika und ihre Kollegin riefen mit zittrigen Fingern die Polizei. Etwa 20 Mann stürmten mit einem Sprengstoffhund das Bordell. Noch vor Ort konnten Experten Entwarnung geben: „Die Spezialkräfte konnten feststellen, dass es sich tatsächlich um eine Handgranate russischer Herkunft handelte, die jedoch komplett leer war. Zünder und Sprengstoff waren entfernt“, teilt die Polizei mit. Frederika ist trotzdem noch immer aufgewühlt. „Es war ein schreckliche Nacht. Ich hatte Angst, dass er uns alle in die Luft sprengt“, sagt die 21-Jährige.

Wie die Polizei mitteilt, hat sich der Angreifer – ein 60-jähriger Münchner – bei dem Gerangel am Sprunggelenk verletzt und liegt momentan in der Klinik. Er hat sich nun wegen des Verdachts der Bedrohung und Störung des öffentlichen Friedens zu verantworten. 

das

Erstmeldung von 10.Juni: Mitarbeiter in Todesangst - Mann zückt Handgranate in Münchner Bordell

Mehr aus Bayern: Frau findet Granate - was sie damit macht, schockt erfahrene Polizeibeamte, wie extratipp.com* berichtet. In Hamburg hat unterdessen eine Prostituierte ihre Opfer um mehrere tausend Euro betrogen, wie nordbuzz.de* berichtet. Ein Nürnberger Metallsammler (35) fand in einem Waldstück nahe des Eisweihers in Nürnberg-Fischbach eine Weltkriegsgranate. Bei der Reinigung in seiner Wohnung kommt es zur Explosion. Erst Tage später wird die Polizei verständigt.

*tz.de und nordbuzz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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