Streit war eskaliert

Nach Prügelattacke in Laim: Opfer erblindet

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Mohamet Karali (38) am Montag vor Gericht.

In Laim leitet Mohamet Karali ein erfolgreiches Tattoo-Studio. Weil davor im Halteverbot ein Reisebus hielt, klebte er einen Zettel an die Scheibe. Der Fahrer rastete daraufhin aus und schlug Karali ein Auge kaputt. Am Montag ging der Fall vor Gericht – und endete mit einem hartem Urteil.

München - Sein Augenlicht ist für immer verloren! Weil Mohamet Karali (38) einem Reisebusfahrer ein Schild an die Scheibe geklebt hatte, war dieser ausgerastet – und schlug hart zu. Für Karali endete der Streit um das Halteverbot richtig bitter: Der Schlag des Busfahrers zerschmetterte seine Brille, die Glasteile verletzten seinen Augapfel. „Bis heute kann ich links nichts sehen.“

Bitter: Denn eigentlich ging es in dem Streit nur darum, dass Gazmend D. seinen Bus nicht mehr vor Karalis Tattoo-Studio in Laim parken sollte. Am Montag ging der Fall vor Gericht. Dort entschuldigte sich D. bei dem Geschädigten: „Ich habe das so nicht gewollt.“ Angeblich war alles nur eine Verkettung ungünstiger Umstände. Doch das Gericht sah es anders – und brummte dem Busfahrer zwei Jahre Haft wegen schwerer Körperverletzung auf. Die Strafe wurde allerdings zur Bewährung ausgesetzt.

Gazmend D. habe „falsch reagiert“, aber nicht gezielt auf das Auge geschlagen, sagte sein Verteidiger Alexander Eberth. Die Folgen waren dennoch verheerend: Denn auch mehrere Knochen im Gesicht des Tätowierers brachen durch den Schlag. An Karali muss Gazmend D. nun 15.000 Euro zahlen, weil der nur noch eingeschränkt arbeiten kann.

Drei Jahren lang sind zusätzlich noch 500 Euro pro Monat fällig. Seine Sehkraft wird der Geschädigte auch dadurch nicht wieder erlangen. Um seinen Beruf will er aber kämpfen: „Ich werden nicht aufgeben“, sagt Karali, der bis heute Schmerzen am Auge hat. Auch für seine Stammkunden macht der Tattoo-Künstler weiter: Viele kommen nur wegen ihm.

Video: Prügelnder Türsteher

Video: Glomex

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