Vor Laimer Gaststätte von Auto erfasst

Wirbelbruch! Papa darf sich nicht bewegen

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Foto links: Da war noch alles so schön: Thomas S. (30) mit seiner Frau Tine (26), Lia (5) und Levin (2) - Foto rechts: Thomas muss wohl noch mehrere Wochen im Krankenhaus bleiben

München - Die Scherben sind längst zusammengekehrt, die Unfallspuren schon beseitigt. Ab jetzt haben die Gutachter das Wort. Doch für eine junge Laimer Familie fängt das Drama gerade erst an.

In einer Münchner Klinik liegt der Familienvater Thomas S. (30). Wegen eines Wirbelbruchs darf er sich absolut nicht bewegen. Sein linkes Bein ist kompliziert gebrochen. Die Schmerzen sind schlimm. Ob und wann er wieder als Hausmeister arbeiten kann, weiß er nicht. Trotzdem versucht Thomas S. stark zu sein für seine Frau Tine (26), für Töchterchen Lia (5) und Sohn Levin (2), die ihren Papa so sehr vermissen.

Das Huiras in den Minuten nach dem schweren Unfall

Thomas S. ist der Mann, der am Samstag vor der Laimer Traditionsgaststätte Huiras von zwei schleudernden Autos auf dem Bürgersteig erfasst, mitgerissen und schwerst verletzt wurde. Er stand um 22.45 Uhr unten vor der Treppe des Lokals. Ein Unfall, der bei hohemTempo geschehen sein muss. Sekunden vorher war ein Renault Modus aus der nahen Tankstelle herausgekommen. Der Fahrer muss das von hinten kommende, schnelle BMW-Cabrio übersehen haben. Die Fahrzeuge touchierten sich in voller Fahrt. Der BMW – am Steuer eine 18-Jährige – rammte den Renault und schob ihn vor sich her quer auf den Bürgersteig und genau zwischen die draußen stehenden, rund 20 Huiras-Gäste.

Huiras-Wirt Igor Divjak

Außer Thomas wurden noch zwei weitere Frauen (49 und 54 Jahre) sowie drei Auto-Insassen verletzt. Mehrere Gäste erlitten Schocks – darunter auch Huiras-Wirt Igor Divjak, der immer wieder die schlimmen Bilder vor sich sieht. Im Laimer Bezirksausschuss beantragte er Dienstag Abend, dass die Ampel vor seinem Lokal (Fürstenrieder-/Ecke Camerloher Straße) auch nachts wieder läuft. Zudem verlangt er einen stationären Blitzer, „um diese hirnlose nächtliche Raserei auf der Fürstenrieder Straße zu beenden“.

Zudem bereitet Igor Divjak einen Benefizabend für die in Not geratene junge Familie vor. Tine S.: „Für die nächsten sechs Wochen sind wir finanziell abgesichert. Aber dann steht unsere Zukunft in den Sternen.“ Das Bein von Thomas S. kann erst operiert werden, wenn die Infektionsgefahr gebannt ist und die Schwellungen abgeklungen sind. Bis er wieder gesund ist, werden wohl viele Monate vergehen. Denn auch der Wirbelbruch ist gefährlich. Tine S.: „Immerhin kann er seine Beine spüren. Das lässt uns hoffen.“

Dorita Plange

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