Routine sticht! Sechzig siegt dank Oldie-Toren bei Grünwalder-Rückkehr

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Thai-Prinz verliebt in einen Spielzeugladen!

München/Landshut - Dass sein Flieger gepfändet wurde, ist für Thailands Kronprinz Maha Vajiralongkorn (58) sicher ärgerlich. Uns eröffnet sein Aufenthalt im Freistaat aber mehr und mehr kuriose Einblicke:

Oder hätten Sie gedacht, dass sich so ein Prinz wünscht, mal selbst Erbeeren zu pflücken, oder in Niederbayern eine Currywurst zu bestellen? Jetzt lässt sich über eine weitere Schmonzette berichten. Thailands Thronfolger hat sich nämlich verliebt – in den Spielzeugladen HolzInnsel in Wasserburg. Begleitet von seiner Frau, Prinzessin Srirasmi, wanderte er fast eine dreiviertel Stunde mit leuchtenden Augen von Regal zu Regal.

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Ob das Paar eine Kleinigkeit für den sechs Jahre alten Nachwuchs, Prinz Dipangkorn Rasmijoti, suchte. Stephanie Bergelt hält sich bedeckt. Nur so viel wollte sie verraten: „Er interessierte sich vor allem für unsere Modellautos.“ Irre: 20 Bodyguards sicherten den Spielwarenbesuch ab, allerdings so dezent, versichert Stephanie Bergelt, dass unsere normalen Kunden sie kaum wahrgenommen haben.“ Die charmante Spielzeugexpertin erlebte das Paar als „überaus höflich und bescheiden“. Eine Beratung hätten sie aber nicht gewünscht. Die Prinzessin war übrigens nicht zum ersten Mal da. „Ich kannte sie schon“, so Bergelt.

Der Thailand-Prinz – vom Erdbeerfeld ins Spielzeugland. Mal sehen, wohin ihn seine Bayern- Tour noch führt …

Gepfändeter Flieger: Warten bis Mittwoch

München/Landshut Der Krimi um die gepfändete Boeing 737 des thailändischen Kronprinzen Maha Vajiralongkorn bleibt spannend: Vor Mittwoch wird es allerdings keine Entscheidung geben. Das erklärte gestern Dr. Christoph Fellner, Sprecher des Landgerichts Landshut, das über die Aufhebung der Pfändung entscheiden muss. „Ich habe beiden Seiten Gelegenheit gegeben, bis Dienstag Stellung zu nehmen“, so Fellner gegenüber der tz. „Die Frist läuft am Dienstag um 23.59 Uhr aus.

Der Kronprinz hatte in einem Eilantrag die Aufhebung der Pfändung verlangt, deren Hintergrund eine 30-Millionen-Euro- Forderung des insolventen Augsburger Baukonzerns Walter Bau gegen den thailändischen Staat ist.

Das Gericht steht vor einer heiklen Aufgabe. Es hat die Frage zu klären, ob die Boeing 737 (geschätzter Wert: 50 bis 75 Millionen Euro), die derzeit auf einem Wartungsfeldes Münchner Airports parkt, dem Kronprinzen persönlich gehört oder dem thailändischen Staat. Denn die Forderung von Insolvenzverwalter Werner Schneider, der die Gläubingerinteressen der Pleite gegangenen Walter Bau vertritt, richtet sich gegen den thailändischen Staat. Fellner: „Die Sachlageistnichtganzeinfach. Denndie Eigentumsfrage regelt sich nicht nach deutschem, sondern nach thailändischem Recht.“ Möglicherweise sei ein Rechtsgutachten nötig. Wegen der großen Bedeutung des Falles, so Fellner, werde nicht wie ursprünglich vorgesehen ein Einzelrichter entscheiden, sondern die 4. Zivilkammer des Landgerichts.

Thailands Außenminister Piromya war wegen der spektakulären Pfändung am Münchner Flughafen am Freitag eigens nach Berlin gereist. Doch ein Gespräch im Auswärtigen Amt mit Staatsministerin Cornelia Pieper blieb ohne Ergebnisse. Pieper hatte darauf verwiesen, dass der Fall „in den Händen der unabhängigen deutschen Justiz“ liege. 

Sollte das Gericht die Pfändung aufheben, dann kann Insolvenzverwalter Schneider zwar weitere Schritte einleiten, doch die dürften kaum noch Aussichten auf Erfolg haben, denn die Maschine würde nach einer Freigabe wahrscheinlich schnell abheben. Und dürfte dann in nächster Zukunft wohl keinen deutschen Flughafen mehr ansteuern.

Fliegen gehört übrigens zu den großen Leidenschaften des Kronprinzen. Und als Marschall der thailändischen Luftwaffe kann er diese Leidenschaft auch voll ausleben. Ihm stehen praktisch alle Flugzeuge zur Verfügung. „Warum“, so meinte deshalb gestern auch ein Justizexperte schmunzelnd zur tz, „sollte er sich also eine eigene Maschine kaufen

DP

Rubriklistenbild: © dpa

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