Zirngibl (64) wollte FC Bayern erpressen

Lange Haft für den Besenstiel-Räuber

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Weil er den FC Bayern erpressen wollte, muss Zirngibl (64) für vier Jahre und zehn Monate hinter Gitter.

München - Knüppelhartes Urteil im Fall Harald Zirngibl (64)! Der als Besenstiel-Räuber bekannt gewordene Serien-straftäter muss für vier Jahre und zehn Monate ins Gefängnis – er hatte im Februar versucht, den FC Bayern zu erpressen.

Per Brief forderte Zirngibl drei Millionen Euro – worauf der Verein die Polizei einschaltete. Richter Philipp Stoll verhandelte drei Tage lang gegen Zirngibl und sprach ihn Dienstag schuldig!

„Die Tat war minutiös und über mehrere Wochen hinweg geplant gewesen. Das hatte etwas Professionelles“, sagte der Richter. Er rügte „die Massivität des in Aussicht gestellten Übels“: Denn Zirngibl hatte Fans und Spieler mit einem Anschlag bedroht. Trotzdem hatte der FC Bayern von Beginn an klargestellt, man werde nicht auf die Drohungen eingehen.

Bis hin zur Übergabe hatte Zirngibl alles vorbereitet und „die Geldüberbringer stundenlang dirigiert“, wie Richter Stoll ausführte. Unter einer Autobahnbrücke wollte Zirngibl darauf warten, dass eine vereinbarte Kontaktperson den Rucksack mit dem erpressten Geld fallen lässt. Angeblich um diesen zu öffnen, hatte er ein Teppichmesser dabei. Darin sah der Richter eine abstrakte Gefahr für Leib und Leben und wertete den Fall als versuchte schwere Erpressung – auch wegen des komplexen „Bedrohungsszenarios“ fiel das Urteil so hoch aus.

Zum Vergleich: Hoeneß-Erpresser Thomas S. (54) musste für drei Jahre und neun Monate in Haft, als er vom Bayern-Boss 215.000 Euro gefordert und ihm „Konsequenzen im Knast“ angedroht hatte. In der Berufung wurde die Strafe später auf drei Jahre korrigiert.

Auch Verteidiger Adam Ahmed will nun im Auftrag von Harald Zirngibl Revision einlegen. In seinem Plädoyer hatte er ausgeführt, dass niemand einen Schaden davongetragen habe. Das Tatmotiv sei Angst vor Altersarmut gewesen. Richter Stoll glaubte das nicht. Und schickte Zirngibl hinter Gitter.

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