Zu viel Verkehr - Jetzt fordern Anwohner:

Baut uns diese Straße!

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Hier hört die Lassallestraße einfach auf: Klaus Backer, Werner Paulus und Georg Aschauer (v.l.) von der Bürgerinitiative

München - Die Lassallestraße am Olympiapark endet derzeit in einer Sackgasse. Anwohner fordern, dass diese nach Feldmoching weitergebaut wird. Vor 40 Jahren gab es diese Verbundung schon einmal.

Wie leicht wäre es doch: Eine Planierraupe könnte anrollen und den bestehenden Kiesweg in eine Straße umwandeln – rund 800 Meter lang – und für Autofahrer wie Anwohner würde der Alltag ein kleines bisschen leichter werden. Das finden Klaus Backer und seine Mitstreiter Georg Aschauer und Werner Paulus von der Interessengemeinschaft Fasanerie aktiv.

Sie fordern, dass die Lassallestraße, die derzeit auf Höhe der Max-Wönner-Straße in einer Sackgasse endet, nach Feldmoching weitergebaut wird. „Damit würden unsere Wohnstraßen in der Fasanerie erheblich entlastet. Außerdem gab es diese Verbindung zu Olympia 1972 ja schon mal. Aber die Straße ist in Vergessenheit geraten. Wir wollen sie wieder ins Gedächtnis der Verantwortlichen rufen“, sagt Backer, der Vorsitzende der 200 Mitglieder zählenden Interessengemeinschaft, zu Hallo München.

Zu den Olympischen Spielen 1972 hatte man die Lassallestraße mittels einer Brücke verlängern lassen, um eine bessere Verbindung zwischen dem Olympiapark und der Ruderregattastrecke zu schaffen. Nach den Spielen sei die Brücke abgebaut worden, weiß Mitglied Georg Aschauer. „Man hat sie ja nicht mehr gebraucht.“ Umso mehr werde die wichtige Verbindung zwischen Feldmoching und dem Olympiapark heute gebraucht, betonen die engagierten Bürger: „Besonders die Bewohner der Himmelschlüsselstraße leiden seit Jahrzehnten unter dem Durchgangsverkehr.“ Im Berufsverkehr sei es besonders schlimm, da viele Mitarbeiter der großen Firmen wie BMW oder Knorrbremse aus dem Umland durch die engen Wohnstraßen fahren würden. Sollte auch noch die geplante Bahnunterführung gebaut werden, verschärfe sich das Problem: „Dann fahren noch mehr Autos durch unser Viertel. Noch dazu ist an der Feldmochinger Straße ja gleich die Grundschule. Da herrscht Tempo 30!“, sagt Werner Paulus, der sich sicher ist: „Wenn die Lassallestraße geöffnet wäre, würde sich der Verkehr viel besser verteilen.“ Bei der Stadt sieht man das anders: „Hinsichtlich der Lassallestraße liegen uns keinerlei Planungen vor“, sagt eine Sprecherin des Baureferats.

Daniela Schmitt

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