Entscheidung im Stadtrat 

League of Legends: Warum München für das E-Sport-Turnier kein Geld ausgeben will 

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In Berlin finden regelmäßig E-Sport-Tunriere statt - auch für League of Legends.

München würde gern 2021 ein großes E-Sport-Turnier in der Stadt ausrichten – aber dafür kein Geld ausgeben. Der Wirtschaftsausschuss hat es am Dienstag abgelehnt, für die von der Firma RIOT Games ausgerichtete League of Legends European Championship die Mietkosten für die Olympiahalle zu finanzieren.

Die Veranstaltung hätte am 28./29. August ausgerichtet werden sollen (wir berichteten). Ob sie nun doch noch in München ausgetragen wird, ist offen.

Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) sagte: „Die Bewerbung läuft. Und es gibt ein klares Bekenntnis zum E-Sport. Wenn die Firma auf ihre Forderung verzichtet oder sich ein Sponsor findet, ist die Veranstaltung weiter ein Thema.“

Es ging um 160 000 Euro. Das klingt für Münchner Verhältnisse nach relativ wenig Geld. Dennoch gab es Bedenken, etwa von der SPD. Stadträtin Simone Burger sagte, dass sie es kritisch sehe, ein kommerzielles Unternehmen zu unterstützen. „Riot Games kann die Miete sicher selbst aufbringen.“ Sebastian Weisenburger (Grüne) sah das ähnlich. „Auch wir würden die Veranstaltung gerne haben. Aber wir verstehen nicht so ganz, warum wir einem milliardenschweren Großkonzern die Miete erlassen sollen.“ Es bestünde die Gefahr, einen Präzedenzfall zu schaffen.

Thomas Schmid (CSU) warb für die Investition. „Wir wollen das unbedingt in München haben, gerade vor dem Hintergrund, dass man junge Menschen erreichen kann.“ Der Mehrwert ist größer als das, was wir ausgeben.“ Schmid und auch Baumgärtner warnten davor, dass man im Wettbewerb mit anderen Städten stehe.

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