A 99: Lebensmittel-Lkw brennt aus

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Auf der A99 ist am Samstag ein mit Lebensmitteln beladener Lkw ausgebrannt.

Unterföhring - Riesige Rauchschwaden hingen am Samstagabend über der A 99 bei Unterföhring: Ein Lkw mit Lebensmitteln ist ausgebrannt. Doch der Fahrer reagierte geistesgegenwärtig:

Es ist kurz vor 18 Uhr am Samstagabend als der Fahrer (56) des österreichischen Lastwagens den Brand bemerkt. Geistesgegenwärtig koppelt er noch auf der A 99 die Zugmaschine vom Anhänger ab und ruft die Polizei. Ein Unglück nimmt seinen Lauf, das mehr als 120 Einsatzkräfte bis in die Morgenstunden des Sonntags auf den Beinen hält und in dessen Folge die A 99 für mehrere Stunden gesperrt ist. Am Ende bleibt ein Sachschaden von rund 100 000 Euro. Verletzt wird niemand.

A 99: Lebensmittel-Lkw brennt vollständig aus

A 99: Lebensmittel-Lkw brennt vollständig aus

Es ist die Ladung, die Feuer gefangen hat. Italienische Lebensmittel, darunter Parmaschinken und Parmesan, brennen. Flaschen mit Olivenöl zerbersten aufgrund der Hitze. Die Rauchentwicklung ist so groß, dass die FeuerwehrmännerAtemschutzgeräte tragen müssen. Zunächst gelingt es ihnen, den Brand unter Kontrolle zu bringen, meldet die Polizei. Dann aber entfacht das Öl die Glutnester immer wieder aufs Neue. Gigantische Rauchwolken bilden sich. Jetzt kann die Polizei den Verkehr nicht mehr einspurig an der Unfallstelle vorbeileiten. Sie muss die Autobahn in Richtung Nürnberg zwischen der Anschlussstelle Aschheim und dem Autobahnkreuz München-Nord sperren. Die Fahrzeuge werden umgeleitet. Es bildet sich ein vier Kilometer langer Stau. Auch in der Gegenrichtung ist der Verkehr zeitweise behindert.

Derweil versuchen 81 Feuerwehrkräfte, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Schinken, Käse und Öl sind längst eine verhängnisvolle Verbindung eingegangen und bilden einen zähen Schmierfilm auf der Fahrbahn. Was nicht aufgeweicht ist, muss aus dem Inneren des Aufliegers geborgen werden. Dazu ist es notwendig, seine Außenwand aufzuschneiden. Kräfte des Technischen Hilfswerks entsorgen die Lebensmittel-Reste in vier Container. Bis schließlich die verkohlten Reste des Aufliegers geborgen sind, vergehen Stunden. Erst um 3.45 Uhr ist die A 99 wieder frei befahrbar. Knapp zehn Stunden, nachdem der Brummifahrer die Polizei verständigt hatte.

Ilsabe Weinfurtner

Die Einsatzkräfte:

Autobahnpolizei Hohenbrunn; 36 Mann der Feuerwehr Aschheim unter der Leitung von Kommandant Helmut Meier; 20 Mann der Feuerwehr Ismaning unter der Leitung von Kommandant Werner Kastner; 25 Mann der Feuerwehr Kirchheim unter der Leitung von Franz Fischer; insgesamt 37 Einsatzkräfte des THW München Land (Haar), des Ortsverbandes München-Ost und des Ortsverbandes Markt Schwaben unter der Leitung von Andreas Frank.

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