Drama in Namibia: Lebenstraum ging in Flammen auf

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Ute S. (48) gestand die irrsinnige Verzweiflungstat.

München - Eine Farm in Namibia war ihr Traum gewesen. Ute und Michael S. aus München bauten dort Jojoba-Pflanzen an. Doch der Traum wurde zum Albtraum.

Finanziell ging es bergab. Als ihr Mann sich auch noch eine Geliebte anlachte, drehte die 48-jährige Masseurin durch: Sie vergiftete die vier Hunde und zündete das Wohngebäude an!

Nun sitzt sie wegen schwerer Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung auf der Anklagebank des Landgerichts München I. „Die Farm musste verkauft werden“, erzählt sie. Was blieb, war ein Wohn- und Bürohaus in der Kleinstadt Karibib. Dort besuchten ihre beiden Kinder (7 und 6) die deutsche Schule. Doch auch dieses Haus wollte ihr Mann verkaufen. Sie sollte mit den Kindern zurück nach München. „Ich war geschockt.“

„Ich habe die Hunde eingeschläfert“, berichtet sie weinend. Dann schüttete sie Benzin in der Wohnung aus, legte Feuer. Dass sie dabei selbst schwere Verbrennungen erlitt, spürte sie erst später. Mit den Kindern fuhr sie zu einem Hügel. „Ich wollte ihnen noch einmal die Farm zeigen“, sagt sie. Dann kamen ihr Mann und ein Bekannter angerast und nahmen die Kinder zu sich. Möglicherweise in letzter Sekunde. Laut Anklage waren die Kinder völlig benommen. Ute hatte den Kindern offenbar ein Betäubungsmittel gegeben. Laut den Zeugen stand ein Benzinkanister bereit. Wollte sie sich mit den Kindern verbrennen? Dazu schweigt sie.

E. Unfried

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