Sex-Quälereien beim Münchner Kolpingwerk

Diese Lehrerin missbrauchte Jugendliche

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Gastronomie-Ausbilderin Barbara K. gestand alles, sie sagte aber nicht, warum sie das tat.

München - Sie hat ihre Schüler sexuell missbraucht, gedemütigt, misshandelt! Barbara K. (32) sollte benachteiligte Jugendliche zu Fachkräften im Gastgewerbe ausbilden. In Wahrheit quälte sie die jungen Burschen im Alter von 16 bis 18 Jahren.

Sie hat ihre Schüler sexuell missbraucht, gedemütigt, misshandelt! Barbara K. (32) sollte im „Ausbildungshotel am Herrgottseck“ des Kolpingwerks in München benachteiligte Jugendliche zur Fachkräften im Gastgewerbe ausbilden. In Wahrheit quälte sie die jungen Burschen im Alter von 16 bis 18 Jahren. Vor Gericht schrammte sie gerade noch am Gefängnis vorbei.

Die Gruppe von fünf Burschen und drei Mädchen hatte Barbara K. von Sommer 2010 bis 2011 unterrichtet. Erst als sie gekündigt hatte, wagten es die Schüler, über die schrecklichen Ereignisse zu berichten. Den schmächtigen Julius (15, Name geändert) zwang sie laut Anklage, die Hosen runterzulassen, er musste seinen Penis zeigen. Sie lästerte: „Schaut nur, was für einen Kleinen der hat.“

Hier passierten die Sex-Taten: Das Ausbildungshotel am Herrgottseck.

Ohne Anlass griff Barbara K. den Buben und einem Mädchen in die Hose und zerrte mit einem kräftigen Ruck an der Unterhose, die Opfer erlitten Schmerzen. In einem Fall zwang die Ausbilderin ein Mädchen, einem Jungen zwischen die Beine zu treten. Einigen Buben zeigte sie Pornofilme, darunter gewalttätige Szenen mit Tieren.

Der krasseste Vorfall: Barbara K. manipulierte vor der Klasse dem 16-jährigen Manuel (Name geändert) am Penis. Dann forderte sie einen Mitschüler auf, den Vorgang fortzusetzen.

„Der Geschädigte hat sich nicht zu helfen gewusst, er war nicht aufgeklärt“, berichtete Kriminalbeamtin Marlene P. Warum wehrten sich die Opfer nicht? Die Beamtin: „Sie hatten Angst um ihren Ausbildungsplatz.“

„Die Angeklagte hat die Jugendlichen zu ihren Knechten gemacht“, sagte Opfer-Anwältin Ricarda Lang. Sie hat ein System der Angst und Demütigung aufgebaut.“ Barbara K. arbeitete vier Jahre bei Kolping. Sie legte ein volles Geständnis ab. Das ersparte den Opfern die Aussage vor Gericht „Das müssen wir der Angeklagten hoch anrechnen“, so Richterin Karin Jung. Das Schöffengericht verurteilte Barbara K. zu zwei Jahren Haft auf Bewährung. 5500 Euro muss sie an einen Kinderschutzverein zahlen. Die Strafe sei die Untergrenze, so Richterin Jung. „Die Taten waren besonders niederträchtig.“

„Wir bedauern, was passiert ist“, sagt Alfred Maier, Chef der Kolping-Ausbildungszentren der Erzdiözese. „Die Jugendlichen wurden psychologisch betreut.“

Eberhard Unfried

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