Es gab schnell Entwarnung

Schock! Leiche im Neptunbrunnen?

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Die Installation am Neptunbrunnen: Eine riesige Wunderlampe dient als Wasserspender, aus einem zusammengerollten Teppich schauen zwei Füße heraus

München - Schock für viele Passanten. Im Neptunbrunnen am Alten Botanischen Garten liegt seit Dienstag scheinbar eine Leiche. Doch es gab schnell Entwarnung.

Um Gottes Willen – da liegt eine Leiche im Neptunbrunnen am Alten Botanischen Garten ! Viele Passanten stehen seit Dienstag erst einmal fassungslos davor. Aus einem Teppich mitten im Wasser ragt ein menschlicher Rumpf, daneben sprudelt Wasser aus einer überdimensionalen orientalischen Lampe ins Becken.

Was ist da los? Antwort: Wir sehen ein Kunstwerk. Es gehört zu der Open-Air-Ausstellung Es war einmal …, die die Münchner Bäckerei und Konditorei Rischart finanziert. Seit 30 Jahren läuft die Reihe RischArt, diesmal in der 12. Ausgabe. Anlässlich des 200-jährigen Geburtstags der Grimm-Märchen sowie des Alten Botanischen Gartens wird die kleine grüne Lunge im Herzen der Stadt in einen Märchenwald verzaubert. Die Installation im Neptunbrunnen stammt vom Münchner Matthias Hirt­reiter und heißt: „Wahre Männer lügen nicht.“ Ähnlichkeiten mit Aladin und der Wunderlampe dürften nicht zufällig sein.

Insgesamt erwarten den Kunstfreund oder Zufallspassanten bei freiem Eintritt bis 21. Juli auf dem Areal acht Kunst-installationen, darunter auch ein Zombie-Hase, Riesenkokons und ein Mädchen, das einen bösen Wolf würgt …

Wer wissen will, was die Kunstwerke bedeuten, der kann sich bei den öffentlichen Führungen am Sonntag, 30. Juni, sowie 7., 14. und 21. Juli 2013 jeweils um 14 Uhr schlau machen. Außerdem ist der Info-Kiosk vor Ort täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Johannes Welte

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