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Leiche zerstückelt: Koch korrigiert Mordgeständnis

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Der angeklagte Koch. © dpa

München - Im Münchner Mordprozess um die Zerstückelung eines Kochs hat der angeklagte Berufskollege des Opfers sein ursprüngliches Geständnis korrigiert.

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Der 40-Jährige legte eine schriftliche Aussage vor, in der er zugab, das 35 Jahre alte Opfer aus Habgier erwürgt zu haben. Zu Verhandlungsbeginn am Montag hatte der Angeklagte noch behauptet, zu dem Verbrechen sei es wegen einer sexuellen Belästigung durch seinen Bekannten gekommen.

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Der 40-Jährige wird beschuldigt, den Kollegen im Januar wegen finanzieller Schwierigkeiten im Streit um Geld umgebracht zu haben. Den Toten hatte er in der Badewanne zerstückelt und die Leichenteile bei der Flucht im Wagen des Opfers in Bayern und in Tschechien unter anderem in die Isar geworfen. Bis heute sind der Kopf und die Beine des Getöteten nicht aufgetaucht.

Er habe sich für ein neues Leben Startkapital besorgen wollen, hat der Angeklagte in seiner neuen Aussage geschrieben. Zu diesem Zweck habe er seinen Kollegen "bedrängt, mir zu helfen". Seine vorherige Schilderung sexueller Forderungen des Opfers sei falsch gewesen. "Ich wollte von meiner Raubabsicht ablenken." Er habe schon zum Zeitpunkt der Verabredung mit dem Kollegen vorgehabt, "mir notfalls Geld auch gegen seinen Willen zu besorgen", gestand der Angeklagte.

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