Lenbachplatz: Pizzakette im Künstlerhaus

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Derzeit wird umgebaut: Im neuen Jahr wird im Künstlerhaus am Lenbachplatz dann Pizza serviert

München - Nach nur gut einem halben Jahr geht das Künstlerhaus Lenbachplatz neue Wege. Das bisherige Konzept eines vegetarischen Restaurants wird verworfen. Jetzt kommt eine Pizzakette.

Pizza statt Veggie-Burger. Nach nur gut einem halben Jahr geht das Künstlerhaus neue Wege. Bereits seit ein paar Wochen hat das Erdgeschoss wegen Renovierung geschlossen – wie die tz erfuhr, wird das bisherige Konzept eines vegetarischen Restaurants aufgegeben. Stattdessen werden dort künftig italienische Teigfladen verkostet.

„Stimmt“, bestätigt Uli Springer, der das prominente Lokal am Lenbachplatz Ende letzten Jahres zusammen mit seinen Partnern Michael Kern, Tom Hilner und Dino Klemencic übernahm. Das „Farm, Bar, Grill“ wurde im März 2010 eröffnet. „Wir haben gemerkt, dass wir gerade in der Küche an unsere Grenzen stoßen, und deshalb einen starken Partner für dieses große Haus gesucht.“ Und in Klaus Rader und Friedemann Findeis gefunden. Die beiden gründeten in Nürnberg die Gastro-Kette L’Osteria Pizza e Pasta, vor vier Jahren eröffneten sie in der Leopoldstraße 28a ihre erste Münchner Filiale. In der System-Gastronomie sind die beiden bestens bewandert, sie zählten zum Gründer-Kern der Vapiano-Franchise Kette mit mittlerweile über 80 Standorten.

Pizza-Kette im ehrwürdigen Künstlerhaus? „Damit haben wir keine Berührungsängste, wir kennen Klaus Rader schon lange, und seine Produkte und Philosophie sind sehr wertig – sonst hätten wir das nicht gemacht“, erklärt Springer, der unter anderem auch am Café Reitschule beteiligt. Gescheitert möchte er den Ausflug in die vegetarische Gastronomie indes nicht bezeichnen. „Die Nachfrage war schon da, das aber in der Küche umzusetzen, wo nebenan Fleisch für den Grillroom zubereitet wird, ist sehr aufwändig.“

Mitte Februar wird die L’Osteria öffnen, glaubt Springer. Bis dahin wird das Erdgeschoss mal wieder einem Komplett-Umbau unterzogen, was angesichts der Denkmal-Vorgaben kein leichtes Unterfangen ist. Die L’Osteria wird im Künstlerhaus kein Untermieter, sondern Partner der bisherigen Gesellschafter. Zwar hätten die Springer & Co. auch andere Varianten durch gespielt, „letztendlich ist die Osteria aber der perfekte Partner für den Standort.“

Thomas Oßwald

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