Video: Der Audi ist wieder da!

München - Der Audi Avant ist wieder da! Die Tutzingerin Susanne W., die ihr Auto fünf Wochen lang in München gesucht hat, kann nun endlich wieder Auto statt S-Bahn fahren.

Fünf Wochen lang hat Susanne W. aus Tutzing ihren Audi vergeblich gesucht (wir berichteten). Nun ist der Wagen wieder aufgetaucht. Er stand die ganze Zeit in einer Tiefgarage, die zu einem Haus an der Hilblestraße in Neuhausen gehört. Dort blockierte es den Stellplatz von Klaus Piller, der in dem Haus in einem Ingenieurbüro arbeitet.

Die Verlust-Geschichte ist irre:  In der fälschlichen Annahme, einer Freundin hinterherzufahren, war die 45-Jährige am 27. März einem Auto in eine Privatgarage in der Nähe des Leonrodplatzes gefolgt. Allerdings konnte sie das Parkhaus später nicht mehr wiederfinden. Mehrmals hat die Tutzingerin die Gegend abgesucht, auch die Hilblestraße ist sie abgelaufen, aber das Parkhaus hat sie nicht wiedererkannt. Rund um den Leonrodplatz hat die Unternehmensberaterin Zettel aufgehängt, jedoch vergeblich. Auch Piller hat ohne Erfolg Zettel aufgehängt – im Haus und auch am Audi. Da keine Rückmeldung kam, vermutete er, dass der Besitzer im Urlaub sei. Die Polizei konnte – oder wollte – dem 42-Jährigen auch nicht helfen. 

Am Montag ging Susanne W. schließlich persönlich zur Polizei in Neuhausen, die daraufhin die Presse auf das verzwickte Problem aufmerksam machte. Ein Mitarbeiter von Piller entdeckte die Geschichte gestern morgen in der tz, die auch die Handynummer der Frau veröffentlicht hatte. Daraufhin rief Piller gleich bei der Besitzerin des verschollenen Autos an. Der 42-Jährige ärgerte sich bereits seit Wochen darüber, dass er seinen Wagen nicht auf dem besetzten Platz parken konnte. Abschleppen lassen wollte er ihn auch nicht, da er die Kosten fürchtete. „Ich bin froh, dass das Auto weg ist“, sagte Piller, nachdem Susanne W. ihm 100 Euro als Finderlohn überreicht hatte.

Die Tutzingerin freute sich sehr, dass sie die Garage in ihrem Audi verlassen konnte. „Ich gehe davon aus, dass mir so etwas nicht mehr passiert“, sagt sie – und bezeichnet den Vorfall als „absoluten Fehler“.

Ana Maria Michel

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