30-Jähriger dreht völlig durch

"Schlümpfe" befehlen Mann, seinen Hund zu misshandeln

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München - Ein Mann soll im Leopoldpark absichtlich seinen Hund auf andere Hunde gehetzt haben. Zudem hat er den Border Collie mit einem Gürtel verprügelt - und behauptete, Schlümpfe, die ihn verfolgen, hätten ihm den Befehl dazu gegeben.

Mehrere Polizisten wurden am 5. August um 18.20 Uhr von der Einsatzzentrale in den Leopoldpark geschickt. Einsatzgrund war ein von Passanten gemeldeter Randalierer. Im Leopoldpark angekommen, wurden die Beamten auf einen 30-jährigen Münchner aufmerksam gemacht. Zeugen gaben an, dass der Mann seinen Hund zeitweise absichtlich auf andere Hunde, die sich im Park befanden, gehetzt hatte. Zudem beleidigte der 30-Jährige grundlos Passanten auf üble Art und Weise. Die Polizeibeamten begaben sich zu dem Mann und forderten ihn mehrfach auf, seinen Hund anzuleinen. Da er keine Leine dabei hatte, zog der 30-Jährige seinen, mit einer Metallschnalle versehenen Gürtel aus dem Hosenbund und brüllte seinen Hund mehrfach an, dass er zu ihm kommen solle.

Der Hund, der nach Angaben der Polizei einen total verängstigten Eindruck machte, hörte nicht sofort, weshalb der 30-Jährige mindestens fünf Mal mit seinem Gürtel auf den Hund einschlug. Als es ihm schließlich gelang, den Border Collie einzufangen, legte er diesem den Gürtel um den Hals und zog mehrfach kräftig zu, so dass der Hund aufjaulte. Die Beamten forderten den Mann auf, die Misshandlungen sofort zu unterlassen.

Einem der Beamten gelang es, den 30-Jährigen in ein Gespräch zu verwickeln, so dass ein Kollege das völlig verängstigte Tier an sich nehmen konnte. Da auf der Parkbank, auf der der Mann beim Eintreffen der Polizei gesessen hatte, mehrere Druckverschlusstütchen mit Marihuanaanhaftungen und ein halb gerauchter Joint lagen, mussten die Beamten davon ausgehen, dass der 30-Jährige unter Betäubungsmitteleinfluss stand und weiteres Rauschgift bei sich haben könnte. 

Die Polizisten durchsuchten ihn. Während der Durchsuchung versuchte er plötzlich, mit den Ellenbogen nach zwei Beamten zu schlagen. Da der 30-Jährige sich jetzt mit voller Kraft wehrte, wurde er zu Boden gebracht und dort festgehalten. Ihm gelang es jedoch, mit voller Kraft in den Finger eines Beamten zu beißen. Er wehrte sich weiter und zog sich dabei eine leicht blutende Wunde an der Stirn zu.

Der Münchner wurde auf die Inspektion gebracht, wo seine Verletzung durch einen Arzt begutachtet wurde. Auf der Fahrt zur Inspektion versuchte er mehrmals, mit seinem Kopf gegen die Seitenscheibe des Dienstfahrzeugs zu schlagen. 

Der Mann wurde in eine Zelle gebracht. Dort rannte er mit seinem Kopf gegen die Gitterstäbe der Haftzelle, so dass er schlussendlich mit Klettfesseln an den Füßen fixiert werden musste. Nachdem er auch noch ständig die anwesenden Beamten anspuckte, wurde ihm eine sogenannte Spuckmaske zur Unterbindung dieser Attacke aufgesetzt. Während der gesamten Zeit war er zu keinem vernünftigem Gespräch in der Lage.

Er sagte lediglich, dass ihm anwesende „Schlümpfe“ die Befehle für sein Handeln geben würden. Diese „Schlümpfe“ kämen nach seinen Angaben aus einem Getränkemarkt und verfolgten ihn bereits seit Tagen. Der 30-Jährige wurde in einer Klinik untergebracht. Der Hund wurde in das Münchner Tierheim gebracht.

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