Nach Deutschland-Sieg

Leopoldstraße: Warum waren die Fans so aggressiv?

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Rund 20.000 Menschen feierten am Dienstagabend auf der Leopoldstraße.

München - 20.000 Fans haben den Sieg der Deutschen Elf auf der Leopoldstraße gefeiert. Die Polizei klagt über eine ungewohnt aggressive Stimmung - obwohl es keine extremen Ausschreitungen gab.

Ungewohnt aggressiv sei die Stimmung bei den Münchner Fans nach dem WM-Halbfinale gewesen - das ist das Resümee der Polizei nach dem Spiel der deutschen Elf gegen Brasilien am Dienstag. Die Beamten ahndeten am Abend insgesamt drei Körperverletzungen, einen Widerstand gegen Polizisten und zwei Beleidigungen, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Eigentlich nicht extrem viele oder ungewöhnlich schwere Ausschreitungen.

Doch: "Wir haben einen hohen Grad an Alkoholisierung bei den Feiernden festgestellt", sagt Carsten Neubert von der Münchner Polizei. Der starke Alkoholkonsum sei wohl ein Grund, warum die Stimmung auf die Kollegen so spannungsgeladen gewirkt habe.

Laut den Beamten hielten sich zu Beginn der Partie in Altschwabing rund 300 Fans auf, beim Public Viewing im Olympiastadion waren 7.000 Deutschlandanhänger, im Löwenbraukeller sahen sich 1.000 und im Augustiner in der Arnulfstraße 2.000 Menschen die Partie an.

Da die Fans nach dem Spiel auf die Fahrbahn der Leopoldstraße stürmten, sperrten die Beamten die Straße für den Verkehr im Bereich Münchner Freiheit und Siegestor. Insgesamt feierten rund 20.000 Fans den Sieg der Deutschen Elf auf der Leopoldstraße. Im nördlichen und südlichen Bereich der Straße bildeten sich Autokorsos mit 20 bis 100 Autos.

Erst gegen 1.50 Uhr konnte die Polizei die Sperrung der Straße auf den Bereich zwischen Kaiserstraße und Franz-Joseph-Straße reduzieren. Zu diesem Zeitpunkt feierten laut den Beamten noch etwa 600 Fans auf diesem Straßenabschnitt. Ab 2.50 Uhr konnte der Verkehr dann wieder regulär auf der Leopoldstraße fließen.

So feierten die Münchner nach dem 7:1-Sieg

wei

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