Am Bahngelände Schäftlarnstraße

15 000-Volt-Schlag trifft Zehnjährigen

München - Beim Spielen auf dem Bahngelände an der Schäftlarnstraße ist am Sonntag ein zehnjähriger Bub durch einen 15 000-Volt-Stromschlag lebensgefährlich verletzt worden. Das Kind erlitt schwerste Verbrennungen.

Der Bub hatte am Sonntagmittag mit seinem acht Jahre alten Bruder und einem neunjährigen Freund auf dem Gelände zwischen Großmarkthalle und Schäftlarnstraße gespielt. Das Areal gehört zum Güterbahnhof Süd, auf dem Güterwaggons abgestellt werden. Auf einen der Waggons war der Junge geklettert. Dabei kam er laut Polizei der stromführenden 15 000-Volt-Leitung zu nah, so dass sich ein Lichtbogen bildete, der den Buben mit voller Wucht traf. Durch die Kraft des Spannungsüberschlags stürzte er vom Waggon vier Meter in die Tiefe, wo er reglos liegenblieb.

Der Zehnjährige erlitt lebensgefährliche Verbrennungen und – durch den Sturz – weitere Verletzungen. Ein beträchtlicher Teil seiner Körperoberfläche sei verbrannt, sagte ein Feuerwehr-Sprecher: Der Rettungsdienst und ein Kindernotarzt brachten den Jungen in den Schockraum einer Münchner Kinderklinik. Nach Polizei-Angaben schwebte er am Nachmittag nicht mehr in Lebensgefahr.

Aufsichtspersonen waren nicht dabei, als die drei Freunde auf das Bahnareal gelangt waren. Offenbar ist dieses nicht überall eingezäunt. Die Polizei ermittelt nun die Unfallursache. Ein Fremdverschulden sei aber auszuschließen, sagte ein Polizeisprecher.

Caroline Wörmann

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