30-Jährige gefeuert, weil sie ihren Dienstausweis missbraucht haben soll – Gericht weist ihre Klage ab

Aus Liebe: Polizistin hilft Swingerclub-Chef

München - Die hübsche Belinda E. (30) war Polizistin mit Leib und Seele. Dann stolperte sie über ihre Beziehung zum Chef eines Swinger-Clubs.

Die Polizeiobermeisterin setzte ihren Dienstausweis zur Durchsetzung zweifelhafter Interessen von Michael B. (54) durch – die Quittung war im November 2007 die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis zur Probe.

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Belinda zog vors Verwaltungsgericht. Michael B., gelegentlich bei SAT 1 in „Lenßen & Partner“ zu sehen, betrieb den Club in Erding als Untermieter seiner früheren Freundin. Zwischen beiden gab es Zoff, er wechselte das Schloss aus, sie ließ sich vom Schlüsseldienst aufsperren und tauschte den Zylinder aus. Abends stand der Club-Chef vor verschlossener Tür, rief seinerseits den Schlüsseldienst. Schlosser Ralf T. (43): „Ich sagte, dass ich nur komme, wenn die Polizei oder ein Anwalt bestätigt, dass alles seine Richtigkeit hat“. „Kein Problem“, habe B. erwidert, „fahren Sie los, wenn Sie kommen, ist jemand vor Ort“.

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Das war Belinda E. „Sie zeigte mir ihren Ausweis.“ Ralf T. öffnete. Weil er den Eindruck einer privaten Beziehung zwischen Club-Betreiber und Polizistin gewann, notierte er sich die Dienstausweisnummer. Michael B. streitet alles ab. Von Polizei oder Anwalt sei nicht die Rede gewesen. Seine damalige Verlobte – beide sind seit einem halben Jahr getrennt – „hat ihren Dienstausweis nicht gezeigt“. Er habe lediglich erwähnt, dass Belinda E. Polizistin sei und könne sich erinnern, dass sie ausdrücklich erklärte: „Das hier ist aber nichts für die Polizei.“ Das Gericht glaubte dem Zeugen Ralf T. und wies die Klage der jungen Frau ab.

Thomas Gerber

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