Rund 3000 Gegendemonstranten

Ticker zum Nachlesen: Gegner stoppten Pegida-Zug

+
Rund 3000 Teilnehmer waren bei "München ist bunt", sie sorgten auch dafür, dass der Demozug von Pegida abgesagt wurde.

München - Pegida darf demonstrieren. Das entschied das Verwaltungsgericht in München, nach dem das KVR ein Verbot durchgesetzt hatte. Alle Details von der Demo im Ticker zum Nachlesen.

+++ Die Polizei twittert, dass die Kundgebung beendet wurde. Die Teilnehmer treten nun ihren Weg nach Hause an. Außerdem liefert sie einige Zahlen. Es waren rund 100 Pegida-Demonstranten vor Ort. Allerdings stoppten etwa 3000 Gegner, dass der Spaziergang gestartet werden konnte.

Pegida von Gegendemonstranten eingepfercht: Bilder

+++ Jetzt ist es offiziell. Der Demozug ist abgesagt, die Abschlusskundgebung findet vor Ort statt. Zu viele Gegendemonstranten blockierten die Leopoldstraße und verhinderten, dass Pegida seinen Montags-Spaziergang durchführen konnte.

+++ Anscheinend gibt Pegida auf. Das Pfeifkonzert ist zu laut, um eine klare Ansage zu verstehen, berichtet tz-Reporter Welte. Der Pegida-Redner meint, dass die Polizei nicht in der Lage sei, einen Weg für den Spaziergang zu bahnen.

+++ Die Stimmung in der Blockade ist grandios. "Wer nicht hüpft, der ist ein Nazi, hey hey", rufen die Gegendemonstranten. Derzeit ist es für Pegida unmöglich, den Spaziergang zu starten. Es sind zu viele Menschen, die die Straße blockieren.

+++ Die Pegida-Demo ist komplett eingekesselt. Im Süden steht eine große Blockade. Angeblich versuchte die Polizei, den Weg freizumachen. Laut der Polizei sind heute Abend ihr vier bekannte Rechtsextreme bei Pegida dabei.

+++ Hunderte Gegendemonstranten sind über die Nebenstraßen in die Leopoldstraße gekommen. Da kommt Pegida nicht vorbei. Die Vielzahl an Leuten kann die Polizei nicht räumen. Derzeit gibt es aber noch die Kundgebung der

+++ An der Pegida-Demonstration nehmen nur rund 200 Menschen teil. Um den Block herum, ist es in etwa das Zehnfache, vermutet tz-Reporter Welte.

+++ Am Asado gibt es eine Sitzblockade. Das könnte nachher noch für Unmut sorgen, wenn die Pegida-Demonstranten in Richtung Odeonsplatz ziehen. Auch an der Münchner Freiheit wartet massive Gegenwehr.

+++ Eine Rednerin verkündet via Lautsprecher von den Schicksalen einiger KZ-Häftlinge. Der Zug ist nun am Siegestor, wo bereits einige hundert Gegendemonstranten warten. Die Polizei sperrt die Straßen ab, um die Parteien voneinander zu trennen. Von der Münchner Freiheit hört man bereits den Lärm der Pegida-Veranstaltung, wie tz-Reporter Welte mitteilt.

+++ Ein Teil der Demonstranten, dem schwarzen Block zuzurechnen, zieht nun die Ludwigsstraße entlang in Richtung Münchner Freiheit, wo die Pegida-Versammlung stattfindet. Sie skandiert: "Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!"

+++ Die Teilnehmer stimmen das KZ-Lied "Wir sind die Moorsoldaten" an. OB Reiter umarmt seine Frau. Außerdem wird bekannt gegeben, dass die Beschwerde der Stadt abgelehnt wurde und Pegida marschieren darf.

+++ Vorländer beziffert die Anzahl auf 2500 bis 3000 Menschen. Vor den Teilnehmern spricht nun Ex-Bundesminister Julian Nida-Rümelin. Auch die Polizei geht nun von 2500 Demonstranten aus. Es sei jedoch eine sehr "ruhige und angenehme Veranstaltung", meint die Polizei, wie tz-Reporter Welte berichtet.

+++ "München ist bunt"-Chefin Micky Wenngatz sprach unter dröhnenden Glockenläuten der Theatinerkirche. Nun ist OB Reiter an der Reihe. Er spricht davon, dass die Bürger verhindern müssen, dass Rassismus wieder salonfähig wird. Seine Worte werden mit stürmischen Applaus quittiert.

Flüchtlingskrise in München: Rund 2500 Teilnehmer bei "München ist bunt"

+++ Beatrix Zurek, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion und Sprecherin des Kreisverwaltungsausschusses, findet es fürchterlich, dass die Demonstration überhaupt stattfinden darf. „Es ist für uns unerklärlich, warum das Gericht erneut so entschieden hat", sagte sie. "Wir sind bitter enttäuscht darüber. Dass die Pegida-Leute ausgerechnet am Jahrestag der Reichspogromnacht ihre hetzerische Propaganda auf die Straße tragen dürfen, ist beschämend und macht wütend."

+++ SPD Stadtrat und "München ist bunt"-Vize Joachim Vorländer eröffnet die Kundgebung. Ebenfalls mit dabei sin OB Dieter Reiter, Bürgermeister Josef Schmid und Bürgermeisterin Christine Strobl.

+++ Die Veranstalter gehen von weit mehr als 1000 Teilnehmern aus, die Polizei hingegen vermutet 500 Demonstranten. Die Wahrheit liegt dann wahrscheinlich in der Mitte

+++ Noch ist alles ruhig am Odeonsplatz vor der Feldherrnhalle.  Rund 3000 Menschen schätzt tz-Reporter Johannes Welte ein. Die Leute unterhalten sich, die Transparente sind noch eingerollt.

Vorbericht:

Das KVR hat die Pegida-Demonstration an der Feldherrnhalle verboten. Zunächst stand in der Schwebe, ob überhaupt eine Versammlung am 9. November stattfinden darf. Das Verwaltungsgericht sagte Ja. Es sah es als nicht erwiesen an, dass die Pegida-Versammlung in die Stoßrichtung gegen das Gedenken am 9. November aufweise. Die Gegendemonstration beginnt schon um 17 Uhr. In unserem Ticker verpassen Sie nichts.

Auch interessant

Meistgelesen

Kommentare