Beschauliches Leben in Stadtnähe

Lochhausen

Friedhof Lochhausen
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Der Friedhof in Lochhausen

In Lochhausen hält der urbane Lifestyle Einzug. Der Münchener Stadtteil besticht durch Großstadtnähe und einer traumhafte Umgebung mit hohem Freizeitwert. Früher fanden sich hier Keltenschanzen und Bauernhöfe.

München – In Lochhausen ticken die Uhren anders. Die Nähe zu den umliegenden Naherholungsgebieten bietet Entschleunigung im hektischen Treiben der bayerischen Landeshauptstadt. Unser brandneuer München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alles, was in der Isar-Metropole passiert.

Lochhausen: Lage des Münchener Stadtbezirks

Lochhausen liegt im Westen Münchens. Der Stadtteil ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder über den Autobahnanschluss München-Lochhausen auf der A99 erreichbar. Auch bis zum Münchener Flughafen sind es nur 30 Minuten. Lochhausen grenzt an die Aubinger Lohe mit ihren Wiesen, Flüssen, Wäldern und Weihern. Auch der Lußsee sowie der Langwieder See, die beide im benachbarten Stadtbezirk Langwied liegen, sind nur einen Katzensprung entfernt.

Untypisch für eine Großstadt wie München sind die klassischen, teilweise noch aktiv Landwirtschaft betreibenden Bauernhöfe, die sich im Stadtbezirk Lochhausen verteilen. Um Lochhausen nicht das dörfliche Flair zu nehmen, wurde bei der baulichen Entwicklung bewusst auf Hochhäuser oder große Wohnblöcke verzichtet. Stattdessen dominieren kleinere Reihenhäuser oder Einfamilienhäuser das Bild dieses Stadtteils. Aufgrund der Umgebung erfreut sich Lochhausen großer Beliebtheit bei allen, die eine großstädtische Lage mit kurzen Wegen zur Natur schätzen. Familien mit Kindern siedeln sich zunehmend an.

Lochhausens Geschichte: Wenige Menschen, viel Fläche

Lochhausen blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits 1500 v. Chr. siedelten sich Menschen am Südende der Aubinger Lohe an. Keltenschanzen weisen daraufhin. Erstmalig wurde Lochhausen, damals Lohhusa (Häuser am Wald), offiziell um das Jahr 950 erwähnt. Bis 1802 zählte Lochhausen zu Dachau und bestand hauptsächlich aus Höfen, die sich im Besitz des Adels oder von Klöstern befanden. 1818 fand eine Gemeindezusammenfassung mit Langwied statt, was am 1. April 1942 dazu führte, dass Lochhausen Teil Münchens wurde. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts war Lochhausen ein Standort der Ziegelindustrie. Doch mangels ausreichendem Vorkommen und Nachfrage stellte die letzte Ziegelei 1968 ihren Betrieb ein. Seit 1992 gehört Lochhausen zum Stadtbezirk 22 Aubing-Lochhausen-Langwied, dem größten Münchener Stadtbezirk und gleichzeitig dem mit den wenigsten Bewohnern pro Hektar.

Lochhausen: Historische Besonderheiten des Münchener Stadtteils

Der Ortskern Lochhausens, der bis ins 10. Jahrhundert zurückreicht, besteht aus einer Ansammlung von Baudenkmälern. Auf der Schussenrieder Straße finden sich:

  • die katholische Pfarrkirche St. Michael mit ihrem Saalbau mit eingezogenem Chor und Sattelturm (15./18. Jahrhundert) sowie ihrem beeindruckenden Altar und den Malereien von T. Anton Petri und Karl Eixenberger
  • das ehemalige Lehrerwohnhaus, als zweigeschossiger Mansardwalmdachbau in Heimatstilformen entworfen und 1909 errichtet
  • das dazugehörige, ehemalige Waschhaus, das zur gleichen Zeit als eingeschossiger Satteldachbau erbaut wurde
  • ein ehemaliges Bauernhaus im Stile eines zweigeschossigen Satteldachbaus (1842)

Die Stadt München bietet zur Erkundung ihrer Stadtteile die KulturGeschichtsPfade an. Sie führen zu historischen Orten und erinnern an besondere Ereignisse.

Lochhausen: Landschaftliche Besonderheiten des Stadtbezirks

Nördlich des Stadtbezirks Lochhausen liegen der Langwieder See und der Lußsee. Beide Gewässer sind für ihr sauberes Wasser bekannt und in den warmen Monaten sehr beliebt. Sie bieten Campingmöglichkeiten, Spielplätze, ausgewiesene Stellen für sportliche Betätigungen sowie Parkplätze.

Unweit der Lochhausener S-Bahn-Station beginnt das Gebiet der mit einem Fichtenwald bewachsene Aubinger Lohe, einem Niedermoor. Dieses 1,8 Quadratkilometer große und artenreiche Naherholungsgebiet hat zu jeder Jahreszeit etwas zu bieten. Dank Aufforstung sowohl für Radfahrer und Spaziergänger an heißen Tagen als auch im Winter für Rodler. Ein Hügel von etwa 20 Metern Höhe sorgt nach einem ausgiebigen Schneefall für beste Rodelvoraussetzungen. Der im Nordosten gelegene Burgstall Aubing auf dem „Teufelsberg“ befeuert noch heute die Vorstellungskraft derer, die ihn besuchen. Der Burghügel steht unter Denkmalschutz. Bei ihm handelt es sich um die Reste einer abgegangenen Turmhügelburg aus dem 10. oder 11. Jahrhundert. Der große und der kleine Böhmerweiher inmitten der Aubinger Lohe sind umgeben von Wiesen und Bäumen. Auf dem gesamten Gebiet der Aubinger Lohe finden sich im Lehmboden Siedlungsspuren.

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