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Besuchszonen, elektronische Erfassung 

Lockerungen in München: So bereiten sich Heime, Geschäfte und Wirte vor 

Bund und Länder lockern die Ausgangsbeschränkungen. In Bayern hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) einen Zeitplan vorgestellt: Gastronomie, Alten- und Pflegeheime sowie Geschäfte sollen profitieren. München bereitet sich nun vor – doch nicht überall werden Lockerungen positiv bewertet.

Es mutet an wie der Besuch in der Justizvollzugsanstalt: Termin vereinbaren, in eine Liste eintragen, 30 Minuten Unterhaltung in einem Kontaktraum mit mindestens 1,50 Meter Abstand. Das wird zumindest in den Alten- und Pflegeheimen der Münchenstift Realität. „Wir sind gerade dabei, ein Konzept auszuarbeiten, damit das zum Muttertag für möglichst viele funktioniert“, sagt Geschäftsführer Siegfried Benker. „Die Terminvergabe läuft schon.“

Gerade das Wochenende mit dem Muttertag stellt Pflegeheime vor Herausforderungen (siehe Bayernteil). Insgesamt hätten Bewohner und Angehörige bislang viel Verständnis gezeigt, sagt Benker. „Aber es gibt auch welche, die uneinsichtig sind, wenn etwa eine 88-Jährige ihren 92-jährigen Mann nicht besuchen darf. Ethisch und menschlich ist die Situation schwierig.“ Die Lockerungen sieht er gleichwohl skeptisch. „Sie kommen zu früh. Wir wissen ja, was geschieht, wenn man einen Fall im Haus hat, wie schnell sich das Virus verbreitet.“

Die Geschäftsleute in Münchens Innenstadt sind freilich glücklich über die beschlossenen Lockerungen. „Wir begrüßen es sehr, dass die Handelsunternehmen ab 11. Mai dann wie gewohnt wieder öffnen können“, sagt Wolfgang Fischer von City Partner. Die Unternehmen hätten sich sehr gut vorbereitet, die Kunden seien sehr aufmerksam und verständnisvoll. „Bei größeren Geschäften steht in der Regel ein Mitarbeiter oder Security am Eingang, bei kleineren regeln die Mitarbeiter den Einlass.“ Elektronisch läuft es bei Kustermann. „Dort erfasst ein System, wie viele Kunden im Laden sind. Auf einem Bildschirm erscheint dann entweder ein grünes oder ein rotes Licht.“

Die Wirte stehen in den Startlöchern, doch die genauen Rahmenbedingungen für die schrittweise Öffnung der Gastronomie lassen auf sich warten. Aktuell tüftelt eine Arbeitsgruppe der Staatsregierung an einem praktikablen Konstrukt. Anfang kommender Woche sollen die Regeln bekannt gemacht werden. „Jeder Tag früher ist Gold wert für uns“, sagt Gregor Lemke, der Vorsitzende der Innenstadtwirte. Bislang steht nur fest, dass ab 18. Mai Biergärten und Freischankflächen öffnen dürfen, ab 25. Mai kommt der Innenbereich von Speisegaststätten dazu. Doch in welcher Größenordnung? Lemke sagt: „Mindestens 50 Prozent der Plätze mit einer sukzessiven Erweiterungsperspektive wäre ein Anfang, aber bei beispielsweise 30 Prozent bräuchten wir gar nicht aufsperren.“

Lemke betreibt den Klosterwirt neben der Frauenkirche. 400 Plätze innen, 160 draußen, gut 100 Mitarbeiter. Wie alle Gastronomen schiebt er seit Wochen „eine Bugwelle an Kosten“ vor sich her. Die Pläne für die Wiedereröffnung hat er in der Schublade. Erst am Mittwoch bekam Lemke 1000 Schutzmasken geliefert. In seinem Lokal stehen zehn Desinfektionsspender zur Verfügung. Das Personal soll zeitlich versetzt arbeiten, damit nicht jeder mit jedem Kontakt hat.

Lemke hofft, dass keine Reservierungspflicht vom Freistaat verordnet wird. „Das wäre ein gewaltiger Bürokratieaufwand.“ Und er hofft vor allem, dass nicht auch das Küchenpersonal zum Tragen von Masken gezwungen wird: „Das wäre katastrophal. Die Leute kollabieren da drin.“ Vom Kreisverwaltungsreferat (KVR) erhofft er sich, dass die Behörde im Sinne der Wirte Kulanz bei der Ausweitung der Freischankflächen walten lässt. Denn aufgrund der Abstandsregeln wird sich der zur Verfügung stehende Platz automatisch verringern.

Leider gebe es in dieser Richtung bislang kein Signal vom KVR, sagt Lemke. Auch, wie viele Gäste maximal an den einzelnen Tischen im Freien und im Innenbereich sitzen dürfen, steht noch nicht fest. Dasselbe gilt für die exakten Abstandsregeln.

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