Das erste Paar ist wieder da

Löwen-Klone für Residenz

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Hier kehren die zwei Bronze-Löwen vor der Pfälzer Weinstube wieder heim

München - Wer 60er-Fan ist, der kennt es ja: Permanent wird irgendwer (aus)gewechselt. Jetzt trifft es alle Münchner, aber das ist durchaus von langer Hand geplant:

Auf dem Foto sehen Sie das brandneue Löwenpaar links und rechts vor dem Eingang zur Pfälzer Weinstube in der Residenz.

Seit März waren die Sockel verwaist – jetzt thronen wieder die mächtigen Bronze-Tiere darauf, und man kann ihre Nasen auf den Wappen reiben. Das soll ja bekanntlich Glück bringen. Allerdings: Gleichzeitig wurde das zweite Löwenpaar vor der Residenz weggebracht. Auch sie werden rundum aufgehübscht, teilte die zuständige Bayerische Schlösserverwaltung am Mittwoch mit.

Die Originale von 1593 und 1596, die Hubert Gerhard und Carlo Palago geschaffen haben, werden hier wohl nie mehr zu sehen sein. Sie sollen in die Residenz kommen – wohl dahin, wo früher das Ägyptische Staatsmuseum beheimatet war. Hier soll ein eigenes Museum entstehen für den Gesamtbestand aller Großbronzen, den der einstige Herrschersitz besitzt. Dort ist kein Kunstwerk mehr Wind und Wetter ausgesetzt.

Die beiden Löwen, die jetzt wieder die Residenz bewachen (und die beiden weiteren, die in etwa einem halben Jahr in altem Glanz zurückkehren sollen), sind Abgüsse von den Originalen, die erst einmal gereinigt wurden.

Ursprünglich waren die Bronzelöwen nie für die Residenz geplant: Sie sollten zum Grabmal gehören, das Herzog Wilhelm V. für sich und seine Gemahlin geplant hatte. Allerdings musste er zuvor, pleite, abdanken. Auch die Abgüsse sollen übrigens laut Schlösserverwaltung Glück bringen. Weil sie so gut geworden seien. M. Bieber

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