Kundgebung derGDL

Lokführer-Demo in der Innenstadt

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Die Lokführer demonstrieren am Donnerstag am Alten Botanischen Garten.

München - Der Bahnstreik hält die Republik und natürlich auch die bayrische Landeshauptstadt in Atem. Am Donnerstag steigt in der Münchner Innenstadt eine Kundgebung.

Die Bahnhöfe sind leer, die Straßen verstopft: Obwohl jeder zweite Regionalzug und jeder dritte Fernzug fährt, steigen viele Pendler und Reisende auf das Auto um. Noch bis Sonntag um 9 Uhr will die Gewerkschaft GDL weiterstreiken. Dann ist der längste Ausstand der Unternehmensgeschichte der Bahn perfekt.

Donnerstag treffen sich die streikenden Lokführer zu einer Protestkundgebung um 14 Uhr am Alten Botanischen Garten. Norbert Quitter, der Vize-Bundesvorsitzende der GDL, wird zu den Kollegen sprechen. Und die GDL findet immer wieder deutliche Worte, um den Streik zu rechtfertigen, der die Nerven aller strapaziert: „Obwohl das Zugpersonal nur 15 Prozent der Beschäftigten ausmacht, entfallen auf die Lokführer und Zugbegleiter über 40 Prozent der Überstunden und der Urlaubsrückstände des gesamten Konzerns. Allein die Lokomotivführer schieben 3 Millionen Überstunden vor sich her. Das entspricht rund 1800 Vollzeitstellen“, erklärt die GDL. Die Deutsche Bahn will mit Hilfe eines externen Vermittlers vorankommen und schlägt dafür Brandenburgs Ex-Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) vor, der auch dazu bereit wäre, den Schlichter zu geben. Die GDL könne zusätzlich eine Person ihres Vertrauens hinzuziehen.

„Unser Protest richtet sich gegen einen Arbeitgeber, der die besonderen Belastungen des Fahrpersonals nicht berücksichtigt und der in der aktuellen Streiksituation seine Mitarbeiter gegen seine Kunden ausspielt“, erklärte der bayerische GDL-Bezirksvorsitzende Uwe Böhm. Deshalb geht der Streik erstmal weiter – zum Leidwesen der Bahnkunden.

MIN

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