Lokführer-Streik beschlossen: Am Montag geht es los

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Wenn gestreikt wird, heißt es für viele Pendler Warten!

München - Jetzt ist es fix! Ab Montag früh müssen sich die Bahn- und S-Bahn-Pendler definitiv auf Streiks im Nah- und Fernverkehr einstellen. Ob auch Sie betroffen sind:

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Während der Ski-WM wird, wie am Mittwoch vom bayerischen Gewerkschaftschef Uwe Böhm angekündigt, aber nicht gestreikt. Am Mittwoch erklärte der Bundesvorsitzender der Lokführer-Gewerkschaft GDL, Claus Weselsky, offiziell: „Wir werden vor dem 21. Februar nicht streiken, weil wir die Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen nicht beeinträchtigen wollen“.

Ab Montag aber sind Warnstreiks angesagt. „Wir sind fest entschlossen, unsere Ziele mit Hilfe des Arbeitskampfes durchzusetzen“, sagte Weselsky vor rund 1000 Lokführern (davon 100 aus Bayern) bei einer Protestversammlung in Berlin.

Über die Einzelheiten des Ausstands wollte die GDL am Mittwoch noch keine Details verraten, damit sich die Arbeitgeber nicht da­rauf einstellen können und beispielsweise beamtete Lokführer (die nicht streiken dürfen) als „Streikbrecher“ einsetzen. Die Arbeitsniederlegungen sollen aber kurz vorher angekündigt werden. Bisher dauerten die ersten Arbeitskampfmaßnahmen meist nur einige Stunden.

In der ersten Welle des Arbeitskampfes war in der Vergangenheit traditionell der Großraum München stark betroffen durch Ausfälle und Verspätungen von S-Bahnen und Regional­zügen. Dies dürfte ab Montag ebenfalls der Fall sein. Denn vor allem bei der S-Bahn sind besonders viele Lokführer in der GDL organisiert.

di.

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