Pendler müssen frieren: Ausfälle bei S-Bahn und Zug

München - Bahn-Pendler brauchten am Dienstag früh Geduld und warme Klamotten: S-Bahnen und Züge fielen wegen des Streiks aus. Viele Bahnen hatten Verspätung. So sieht es in München aus:

Mit einem Tag Verspätung hat die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) bundesweit von sechs bis acht Uhr zu einem Warnstreik aufgerufen.

So sieht es in München aus:

12 Uhr: Der Betriebablauf der S-Bahn München hat sich wieder normalisiert, alle Linien verkehren auf Ihrem Regelweg.

10 Uhr: Nachdem die Lokführergewerkschaft GDL ihren Warnstreik beendet hat, läuft der Bahnverkehr in Bayern wieder weitgehend störungsfrei. Die DB rechnet aber noch mit Folgeverspätungen auch in den Nachmittagsstunden.

9.20 Uhr: Aufgrund eines voran gegangenen Warnstreiks der GDL in den frühen Morgenstunden kommt es im gesamten S-Bahngebiet noch zu Verspätungen bis zu 20 Minuten.

8.45 Uhr: Die Lokführer haben ihre Warnstreiks beendet. Trotzdem sind die Auswirkungen noch zu spüren: Die 10-Min-Takte für den Frühverkehr verkehren weiterhin nicht. Im gesamten S-Bahngebiet kommt es zu Verspätungen bis zu 20 Minuten. Die Flughafenlinien S1/S8 verkehren planmäßig.

7.45 Uhr: Die 10-Min-Takte für den Frühverkehr verkehren nicht. Im gesamten S-Bahngebiet kommt es zu Verspätungen bis zu 20 Minuten. Die Flughafenlinien S1/S8 verkehren planmäßig, können jedoch bis zu 10 Minuten Verspätung haben.

6.55 Uhr: Die 10-Min-Takte für den Frühverkehr verkehren nicht. Im gesamten S-Bahngebiet kommt es zu Verspätungen bis zu 20 Minuten. Fahrgäste zum Flughafen wird empfohlen die S8 zu benutzen.

6.30 Uhr: Die 10-Minuten-Takte für den Frühverkehr verkehren nicht. Die Flughafenlinien S1/ S8 verkehren, können jedoch bis zu 20 Min Verspätung haben.

6.05 Uhr: Die 10-Min-Takte für den Frühverkehr verkehren nicht. Die Flughafenlinien S1/S8 verkehren planmäßig.

Im Fernverkehr fielen nach Bahn-Angaben einzelne IC-Züge und ICE-Züge aus, wie auch im Regionalverkehr.

In Bayern beteiligten sich rund 150 Lokführer an dem Arbeitskampf, wie Böhm am Dienstag in München sagte. “Es geht nicht um einen totalen Ausfall, wir wollen ein Zeichen an den Arbeitgeber senden.“

Bestreikt werden auch vier Privatbahnen in Bayern. Dabei handelt es sich nach GDL-Angaben um die Regentalbahn, die Vogtlandbahn, die Berchtesgadener Landbahn und die Bayerische Regiobahn (BRB). Dort kam es am Morgen ebenfalls zu Zugausfällen und Verspätungen, hieß es bei der BRB-Info-Hotline. Zu Verzögerungen komme es vor allem, weil die Gleise durch verspätete DB-Züge blockiert seien.

Auf den Straßen in Bayern machte sich der Streik dagegen zunächst nicht bemerkbar. “Mit den Autobahnen wird das nicht zu tun haben“, sagte ein Sprecher des Verkehrslagezentrums der Polizei in Rosenheim. “Wenn, dann kommt es in den Städten zu größeren Staus.“ Das Verkehrsaufkommen habe sich am Morgen aber zunächst nicht von anderen Werktagen unterschieden.

Die GDL will mit dem Warnstreik ihrer Forderung nach einheitlichen Tarifstandards für rund 26 000 Lokführer in der gesamten Bahnbranche Nachdruck verleihen. Ein Kernpunkt sind einheitliche Einkommen auf dem Niveau des Marktführers Deutsche Bahn. Tarifverhandlungen mit dem bundeseigenen Konzern sowie den sechs Konkurrenten Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn hatte die GDL für gescheitert erklärt.

mm/dpa

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